Verschlüsselung at rest ist die Verschlüsselung von Daten, solange sie gespeichert liegen. Auf Deutsch spricht man von Verschlüsselung im Ruhezustand.
- Verschlüsselung at rest
Die Verschlüsselung von Daten, solange sie gespeichert liegen.
Beispiel: „Die Sicherungen liegen mit Verschlüsselung at rest beim Anbieter.“Auch: Encryption at Rest, Verschlüsselung im Ruhezustand. Umgesetzt wird sie auf einer von drei Ebenen, siehe Full Disk Encryption.
Abgrenzung zur Verschlüsselung in transit: Die schützt die Daten auf dem Weg. At rest schützt sie am Ort.
Wogegen Verschlüsselung at rest wirkt
Gegen den Zugriff auf den Datenträger, nicht gegen den Zugriff auf das System. Sie hilft, wenn ein Laptop verloren geht, wenn eine ausgemusterte Festplatte das Haus verlässt, wenn jemand im Rechenzentrum einen Datenträger ausbaut oder wenn eine Sicherung auf einem fremden Speicher liegt. In allen vier Fällen hat der Finder unlesbare Daten.
Warum sie im laufenden Betrieb nichts nützt
Weil ein laufendes System die Daten entschlüsselt vorhalten muss. Wer sich an einem eingeschalteten Server anmeldet oder eine Sicherheitslücke in der Anwendung ausnutzt, bekommt Klartext; die Verschlüsselung liegt darunter und merkt nichts davon. Genau deshalb ist die Angabe „Ihre Daten sind verschlüsselt gespeichert“ ein schwächeres Versprechen, als sie klingt.
Was die Aufsichtsbehörden daraus machen
Einen handfesten Vorteil im Ernstfall. Artikel 34 der Datenschutz-Grundverordnung nimmt die Pflicht, Betroffene über eine Datenpanne zu informieren, ausdrücklich zurück, wenn die Daten wirksam verschlüsselt waren und der Schlüssel nicht mitabgeflossen ist. Das ist das stärkste praktische Argument für Verschlüsselung, das das Datenschutzrecht kennt, und es setzt voraus, dass der Schlüssel woanders liegt als die Daten.