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Datenpanne

oder auch Data Breach, Datenleck, Datenschutzverletzung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Eine Datenpanne ist ein Vorfall, bei dem personenbezogene Daten abfließen, verloren gehen oder unbefugt verändert werden. Im Gesetzestext heißt sie Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten.

Datenpanne

Ein Vorfall, bei dem personenbezogene Daten abfließen, verloren gehen oder unbefugt verändert werden.
Beispiel: „Die Datenpanne entstand durch einen falsch eingestellten Ordner im Speicherdienst.“

Auch: Data Breach, Datenleck, Datenschutzverletzung. Geregelt ist sie in Artikel 33 und 34 der DSGVO.

Abgrenzung zum Sicherheitsvorfall: Jede Datenpanne ist einer, aber nicht jeder Sicherheitsvorfall betrifft personenbezogene Daten.

Was als Datenpanne gilt

Mehr, als die meisten erwarten. Dazu gehören der Angriff von außen und die verschlüsselte Datenbank nach einem Erpressungsfall, aber ebenso die E-Mail an den falschen Verteiler, der verlorene Laptop, der offen erreichbare Speicherordner und der Mitarbeiter, der Daten mitnimmt. Entscheidend ist allein, dass Vertraulichkeit, Verfügbarkeit oder Richtigkeit verletzt wurden; auf die Absicht kommt es nicht an.

Wann die 72 Stunden beginnen

Mit der Kenntnis, nicht mit dem Vorfall. Die Frist nach Artikel 33 DSGVO läuft ab dem Moment, in dem das Unternehmen hinreichend sicher weiß, dass etwas passiert ist; eine kurze erste Prüfung darf vorangehen. Wer die Frist nicht hält, muss die Verzögerung begründen. Gemeldet wird auch dann, wenn noch nicht alles geklärt ist, und der Rest wird nachgereicht.

Wann auch die Betroffenen zu informieren sind

Wenn ein hohes Risiko für sie besteht. Dann verlangt Artikel 34 eine Benachrichtigung ohne schuldhaftes Zögern, in klarer und einfacher Sprache. Sie entfällt, wenn die Daten wirksam verschlüsselt waren oder wenn das Risiko nachträglich abgewendet wurde. Diese Ausnahme ist das stärkste praktische Argument für Verschlüsselung, das das Datenschutzrecht kennt.

Siehe auch:

DSGVO-konformes Hosting

Hosting, das die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an die Verarbeitung erfüllt.

#Hosting & Webserver

Incident Response

Das geordnete Vorgehen bei einem Sicherheitsvorfall, von der Erkennung bis zur Auswertung.

#Web-Security

Ransomware

Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und für die Freigabe Geld fordert.

#Web-Security

Pseudonymisierung

Das Ersetzen von Kennzeichen, mit denen sich eine Person direkt erkennen lässt, durch einen Platzhalter.

#Web-Security

Logfile-Analyse

Die Auswertung der Protokolldateien eines Servers, um zu sehen, wer wann was abgerufen hat.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Sicherheitsaudit

Die systematische Prüfung eines Systems oder einer Organisation gegen einen festgelegten Maßstab.

#Web-Security