TYPO3 ist ein quelloffenes Content-Management-System aus dem deutschsprachigen Raum, das auf PHP aufsetzt und Inhalte in einer Datenbank hält. Es ist auf umfangreiche Websites mit mehreren Redakteuren ausgelegt.
- TYPO3
Ein quelloffenes Enterprise-CMS mit Schwerpunkt auf Struktur, Rechten und Mehrsprachigkeit.
Beispiel: „Die Hochschule betreibt ihren Auftritt seit Jahren mit TYPO3.“Entwickelt wird es von einer Gemeinschaft, organisiert in einer Vereinsstruktur mit festen Veröffentlichungszyklen und benannten Wartungszeiträumen.
Die Konfiguration läuft weitgehend über TypoScript, eine eigene Konfigurationssprache des Systems.
Hersteller: typo3.org, Erweiterungen im TYPO3 Extension Repository.
Wofür TYPO3 steht
Für Struktur. Der Seitenbaum ist der Mittelpunkt der Arbeit, und daran hängen Zugriffsrechte, Vererbung von Einstellungen und die Gliederung der Website. Ein Rechte- und Rollenkonzept lässt sich fein bis auf einzelne Bereiche herunter abbilden.
Der zweite Schwerpunkt ist Mehrsprachigkeit. Übersetzungen hängen am Ausgangsinhalt, das System kennt die Zusammenhänge und zeigt an, wo eine Fassung fehlt. Für Organisationen mit mehreren Sprachräumen ist das der häufigste Grund, sich dafür zu entscheiden.
Für wen es taugt
Für Websites mit vielen Seiten, mehreren Redaktionen und abgestuften Zuständigkeiten. Hochschulen, Verwaltungen, Verbände und Industrieunternehmen mit Standorten in mehreren Ländern sind die typischen Fälle.
Für eine Website mit dreißig Seiten und einer Person, die sie pflegt, trägt die Struktur mehr Gewicht, als sie einbringt. Dort ist der Einrichtungsaufwand höher und die tägliche Arbeit umständlicher als in einem leichteren System.
Wir arbeiten seit Jahren mit dem System. Was das für ein Projekt bedeutet, steht unter Webdesign mit TYPO3, eine ausführliche Einführung unter Was ist TYPO3?. Für die Abwägung gegen andere Systeme haben wir Gegenüberstellungen angelegt, etwa TYPO3 vs. WordPress und TYPO3 vs. Drupal; eine Übersicht gibt der CMS Vergleich.
Was die Einarbeitung verlangt
Zeit, und zwar auf beiden Seiten. Die Entwicklung arbeitet sich in eine eigene Konfigurationsebene ein, die Redaktion in ein Backend, das der Struktur der Website folgt. Beides zahlt sich bei großen Auftritten aus und wiegt bei kleinen schwer.
Für die Redaktion hat sich in unseren Projekten eine kurze Einweisung an der eigenen Seitenstruktur bewährt statt einer allgemeinen Schulung. Wer seinen eigenen Bereich im Baum kennt, braucht den Rest des Systems nicht.