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Rechte- und Rollenkonzept

oder auch Benutzerrollen, Benutzerverwaltung, User Roles

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 28.10.2026

Ein Rechte- und Rollenkonzept legt fest, wer im CMS was sehen, ändern und veröffentlichen darf. Statt jeder Person einzeln Rechte zuzuteilen, werden Rollen gebildet, denen die Rechte hängen; Personen bekommen dann eine Rolle.

Rechte- und Rollenkonzept

Die Festlegung, wer im CMS was sehen, ändern und veröffentlichen darf.
Beispiel: „Das Rechte- und Rollenkonzept trennt Redaktion und Freigabe.“

Auch: Benutzerrollen, User Roles.

Rechte können an drei Dingen hängen: an Bereichen des Seitenbaums, an Arten von Inhalten und an Handlungen wie Veröffentlichen oder Löschen.

Welche Rollen sich bewährt haben

In den meisten Projekten genügen drei. Eine Redaktion, die Inhalte anlegt und ändert, aber nicht veröffentlicht. Eine Freigabe, die zusätzlich veröffentlichen und löschen darf. Und eine Verwaltung, die Benutzer, Struktur und Einstellungen verantwortet.

Mehr Rollen lohnen sich erst, wenn Bereiche wirklich getrennt sind, etwa wenn mehrere Standorte je eigene Abschnitte pflegen. Dann hängt das Recht am Ort im Baum und nicht mehr allein an der Art der Handlung.

Warum zu viele Rechte das häufigere Problem sind

Weil der bequeme Weg darin besteht, allen alles zu geben. Das fällt im Alltag nie auf und im Schadensfall sofort: Ein Zugang, der versehentlich preisgegeben wird, kann dann die gesamte Website ändern statt eines Abschnitts.

Dazu kommt der stille Schaden. Wer Rechte hat, die er nicht braucht, löscht irgendwann aus Versehen etwas, das ihn nichts anging. In unseren Projekten ist das ein häufigerer Grund für Datenverlust als ein Angriff von außen.

Was zum Rechte- und Rollenkonzept dazugehört

Ein Verfahren für den Austritt. Rollen werden beim Eintritt vergeben und beim Austritt vergessen; nach drei Jahren haben mehr Leute Zugang als im Betrieb arbeiten. Eine halbjährliche Durchsicht der Benutzerliste löst das mit geringem Aufwand.

Zweitens eine Festlegung, wie viele Personen die höchste Rolle haben. Eine reicht nicht, weil sie im Urlaub sein kann; fünf sind zu viele. Zwei bis drei benannte Personen sind in der Praxis der tragfähige Zuschnitt.

Siehe auch:

Backend (CMS)

Der geschützte Bereich eines CMS, in dem Inhalte gepflegt werden.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Redaktions-Workflow (Freigabeprozess)

Der festgelegte Weg eines Inhalts von der Idee bis zur Veröffentlichung.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Entwurf (CMS)

Ein gespeicherter Stand, der noch nicht veröffentlicht ist.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CMS

Ein System, mit dem Inhalte einer Website gepflegt werden, ohne den Quelltext anzufassen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Seitenbaum

Die hierarchische Darstellung aller Seiten einer Website im Backend.

#Content-Management-Systeme (CMS)