TypoScript ist die Konfigurationssprache von TYPO3. Damit wird festgelegt, wie Inhalte ausgegeben werden, welche Templates greifen und wie sich das System auf einzelnen Zweigen des Seitenbaums verhält.
- TypoScript
Die Konfigurationssprache von TYPO3.
Beispiel: „Die Ausgabe der Nachrichtenliste wird über TypoScript gesteuert.“Trotz des Namens keine Programmiersprache: Es gibt keine Schleifen und keine Funktionen, sondern eine Baumstruktur aus Zuweisungen.
Abgrenzung zur Konfigurationsdatei: Die hält den technischen Rahmen, TypoScript die Ausgabe.
Was TypoScript tut
Es beschreibt Objekte und ihre Eigenschaften. Eine Seite ist ein Objekt mit einer Vorlage, einem Inhaltsbereich und Angaben für den Dokumentkopf; jede dieser Eigenschaften wird über eine Zuweisung gesetzt und kann an tieferer Stelle überschrieben werden.
Diese Vererbung entlang des Seitenbaums ist die eigentliche Stärke. Eine Einstellung auf einer Oberseite gilt für alles darunter, und ein einzelner Zweig kann davon abweichen, ohne dass etwas doppelt gepflegt wird.
Warum es ungewohnt wirkt
Weil es weder wie eine Programmiersprache noch wie ein Einstellungsdialog aussieht. Wer aus anderen Systemen kommt, erwartet entweder Code oder Formularfelder und findet eine dritte Form, die man erst lesen lernen muss.
Dazu kommt, dass sich dieselbe Sache auf mehreren Wegen ausdrücken lässt und über Jahre gewachsene Projekte entsprechend uneinheitlich aussehen. Für Einsteiger ist das die höchste Hürde an TYPO3, und sie liegt vor dem ersten sichtbaren Ergebnis.
Wo es im Projekt liegt
Entweder in Dateien innerhalb einer Extension oder als Datensatz im Backend. Die Ablage in Dateien ist die bessere Wahl, weil sie in der Versionsverwaltung liegt und damit nachvollziehbar und übertragbar ist.
In modernen Projekten mit Composer-basierter Installation ist das der Regelfall. Wo TypoScript im Backend gepflegt wird, fehlt die Historie, und eine Änderung lässt sich nicht von der Testumgebung auf die Live-Umgebung übertragen.