Smishing ist Phishing über SMS oder Messenger, meist mit kurzem Text und einem Link. Das Wort setzt sich aus SMS und Phishing zusammen.
- Smishing
Phishing über SMS oder Messenger, meist mit kurzem Text und einem Link.
Beispiel: „Das Smishing kam als Paketbenachrichtigung mit einer Gebühr von 1,99 Euro.“Auch: Die häufigsten Köder sind Paketdienste, Banken, Mautgebühren und angebliche Nachrichten von Familienmitgliedern mit neuer Nummer.
Abgrenzung zum Vishing: Das läuft über den Anruf. Smishing bleibt beim geschriebenen Text.
Warum Smishing so gut funktioniert
Wegen des Bildschirms und der Erwartung. Auf dem Telefon ist die Adresse hinter einem Link kaum zu prüfen, Kurzadressen verbergen das Ziel zusätzlich, und Nachrichten dieser Art kommen in demselben Verlauf an wie echte Benachrichtigungen von Diensten. Dazu kommt: Wer ein Paket erwartet, prüft weniger.
Der Absender beweist dabei nichts. Nummern und Kurznamen lassen sich fälschen, und eine gefälschte Nachricht landet deshalb im selben Verlauf wie die echten Nachrichten des Unternehmens.
Was nach einem Klick beim Smishing zu tun ist
Keine Daten eingeben, die Seite schließen, und bei bereits eingegebenen Daten das Passwort des betroffenen Dienstes wechseln. Wurde eine App installiert, gehört sie entfernt und das Gerät geprüft, siehe Malware; Apps außerhalb der offiziellen Stores sind der übliche Weg für Schadsoftware auf Telefonen. Die Nachricht selbst lässt sich beim Mobilfunkanbieter melden.
Was gegen Smishing hilft
Dieselbe Gewohnheit wie bei der E-Mail: die Seite oder App selbst öffnen, statt dem Link zu folgen. Ein Passwortmanager hilft auch hier, weil er auf einer fremden Adresse nichts ausfüllt. Und für Konten mit Geldbezug schützt ein an die Adresse gebundener zweiter Faktor, siehe Passkey.