Malware ist der Oberbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder es fremd steuert. Das Wort setzt sich aus dem englischen malicious und software zusammen; im Deutschen heißt es Schadsoftware.
- Malware
Der Oberbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder es fremd steuert.
Beispiel: „Die Malware kam über ein Plugin, das seit zwei Jahren kein Update bekommen hatte.“Auch: Auf einer Website zeigt sich Malware oft als eingeschleuster Code, der Besucher weiterleitet, Werbung einblendet oder fremde Links unterbringt.
Abgrenzung zum Exploit: Der ist der Weg hinein. Malware ist das, was danach läuft.
Welche Arten von Malware es gibt
Die Namen beschreiben das Verhalten, nicht den Schaden.
Virus und Wurm: Beide verbreiten sich selbst, der Wurm auch ohne fremde Datei.
Trojaner: tarnt sich als nützliches Programm, siehe Trojaner.
Ransomware: verschlüsselt Daten und fordert Geld, siehe Ransomware.
Spyware und Keylogger: lesen mit, von Tastatureingaben bis zu Zugangsdaten.
Rootkit: verbirgt sich und andere Programme vor dem Betriebssystem.
Adware und Cryptojacking: schalten Werbung oder rechnen heimlich Kryptowährung.
Wie Malware auf eine Website kommt
Über vier Wege, die sich in den Protokollen unterscheiden lassen. Ein veraltetes Plugin mit bekannter Lücke, gestohlene Zugangsdaten für das CMS oder den Server, ein Upload-Feld ohne Prüfung der Dateiart, und die Lieferkette, also eine Abhängigkeit, die beim Hersteller verändert wurde.
Was bei einem Befall mit Malware zu tun ist
In dieser Reihenfolge: betroffene Zugänge sperren, Protokolle sichern, Umfang bestimmen, aus einem sauberen Stand wiederherstellen, alle Zugangsdaten tauschen und erst danach wieder online gehen. Wer die Lücke vor dem Einspielen des Backups nicht schließt, wiederholt den Vorfall innerhalb von Tagen.
Sind personenbezogene Daten betroffen, kommt die Meldepflicht aus Artikel 33 der Datenschutz-Grundverordnung dazu: 72 Stunden ab Kenntnis.