Eine Referenzseite ist die Seite, auf der abgeschlossene Arbeiten als Beleg für die eigene Leistung gezeigt werden. Üblich sind eine Übersicht mit Kacheln und je eine Detailseite, die Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis beschreibt.
- Referenzseite
Seite, auf der abgeschlossene Arbeiten als Beleg für die eigene Leistung gezeigt werden.
Beispiel: „Die Referenzseite zeigt 36 Projekte, gefiltert nach Branche.“Auch: Portfolioseite. Im Englischen Portfolio oder Case Studies; die einzelne ausführliche Darstellung heißt Fallstudie.
Abgrenzung zur Logo-Leiste: Die Leiste nennt nur Namen. Die Referenzseite zeigt, was tatsächlich gemacht wurde.
Was eine Referenz belegt
Nur das, was sie beschreibt. Ein Bild der fertigen Website belegt, dass es sie gibt; was sie gebracht hat, steht erst im Text daneben. Tragfähig wird die Referenz durch die Ausgangslage, die Aufgabe und ein Ergebnis, das sich benennen lässt.
Wo Zahlen genannt werden, gehört der Bezug dazu: Zeitraum, Vergleichsgröße und was sonst noch geschehen ist. Eine Steigerung um vierzig Prozent ohne Ausgangswert und ohne Zeitraum ist keine Aussage.
Wie die Übersicht aufgebaut wird
Als Raster aus Kacheln mit Bild, Kundenname und Branche, bei größeren Beständen mit Filter nach Branche oder Leistung. Die Reihenfolge ist eine Entscheidung: Das Stärkste nach vorn, nicht das Neueste, denn die ersten sechs Kacheln entscheiden über alles Weitere.
Jede Referenz braucht eine eigene Adresse, damit sie einzeln verlinkt und gefunden werden kann. Für die Detailseiten lohnt dieselbe Gliederung in gleicher Reihenfolge; das macht sie vergleichbar und erleichtert das redaktionelle Nachziehen.
Was rechtlich zu beachten ist
Die Nennung der Kundschaft und die Verwendung ihres Logos brauchen eine Erlaubnis, am besten als Referenzklausel im Projektvertrag. Für Bildschirmfotos der fertigen Arbeit gilt dasselbe, sobald darin fremde Inhalte oder Bilder zu sehen sind.
Welche Grenzen das Markenrecht dem Verbotsrecht des Inhabers setzt, steht in § 23 MarkenG. Die Auslegung ist eng, weshalb die schriftliche Erlaubnis der verlässliche Weg bleibt.
Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist die alte Referenz der heikelste Fall: Die Website von damals sieht längst anders aus oder ist abgeschaltet. Dann gehört der Zeitpunkt dazu, und die Formulierung darf keine laufende Zusammenarbeit behaupten.