PEAT ist ein kostenfreies Werkzeug, das Videos und Animationen daraufhin prüft, ob sie gefährliches Flackern enthalten. Entwickelt wird es am Trace Center, das heute an der University of Maryland sitzt.
- PEAT (Photosensitive Epilepsy Analysis Tool)
Ein kostenfreies Werkzeug, das Bewegtbild auf gefährliches Flackern prüft.
Beispiel: „Vor der Veröffentlichung lief der Trailer durch PEAT.“Prüft gegen die Blitzlicht- und Flackergrenzen, die festlegen, wie oft und wie stark ein Bild wechseln darf.
Unterschieden wird dabei zwischen allgemeinem Flackern und dem gesondert geregelten Wechsel zu kräftigem Rot.
Was PEAT misst
Die Helligkeitssprünge zwischen aufeinanderfolgenden Bildern und ihre Häufigkeit, dazu den Anteil der Fläche, auf der sie stattfinden. Aus diesen Werten ergibt sich, ob eine Sequenz die Grenzwerte überschreitet.
Rot wird eigens behandelt. Ein Wechsel zu gesättigtem Rot gilt als gefährlicher als ein gleich starker Wechsel in anderen Farben, und das Werkzeug meldet ihn getrennt.
Wer PEAT braucht
Jeder, der Bewegtbild veröffentlicht, das nicht aus einer geprüften Quelle stammt: Kampagnenvideos, Animationen im Hintergrund, aufwendige Übergänge. Eine kurze Sequenz genügt, um einen Anfall auszulösen.
Im Prüfalltag ist es der Schritt, den automatische Werkzeuge für Websites nicht abdecken. Sie sehen das Markup, nicht die Bilder im Video.
Wo die Grenze von PEAT liegt
Bei Material, das erst im Browser entsteht. Eine Animation aus Stylesheet-Anweisungen oder eine Grafik, die sich je nach Eingabe anders bewegt, liegt nicht als Datei vor und lässt sich so nicht prüfen.
Für Rundfunk und Film gibt es daneben kostenpflichtige Werkzeuge, die auf denselben Grenzwerten aufsetzen und in die Produktionsabläufe dort eingebunden sind.