Multi-Factor Authentication ist eine Anmeldung, die mindestens zwei Nachweise aus verschiedenen Kategorien verlangt. Abgekürzt wird sie MFA.
- Multi-Factor Authentication
Eine Anmeldung, die mindestens zwei Nachweise aus verschiedenen Kategorien verlangt.
Beispiel: „Für den Verwaltungszugang ist Multi-Factor Authentication Pflicht.“Auch: MFA, Mehr-Faktor-Authentisierung. Die drei Kategorien sind Wissen, Besitz und Merkmal.
Abgrenzung zur Zwei-Faktor-Authentisierung: Die ist der häufigste Fall von MFA, nämlich der mit genau zwei Faktoren.
Warum Multi-Factor Authentication auf Kategorien setzt
Weil zwei Nachweise aus derselben Kategorie zusammen fallen. Passwort und Sicherheitsfrage sind beides Wissen; wer das eine abgreift, bekommt das andere meist gleich mit. Erst der Wechsel der Kategorie zwingt den Angreifer zu einem zweiten, anderen Weg, und genau darauf beruht die Wirkung.
Welche Verfahren wirklich schützen
Nicht alle gleich gut. Ein Code per SMS ist besser als nichts, lässt sich aber über den Mobilfunkanbieter umleiten; ein Code aus einer App ist deutlich stabiler, kann aber auf einer gefälschten Seite abgefragt und sofort weiterverwendet werden. Gegen Phishing hilft nur ein Verfahren, das an die Adresse der echten Seite gebunden ist, also ein Passkey oder ein Sicherheitsschlüssel.
Wo MFA zuerst hingehört
An die Zugänge, über die sich alles andere zurücksetzen lässt. Das sind in dieser Reihenfolge: das E-Mail-Postfach, die Verwaltung der Domains, der Zugang zum Hosting und die Konten mit Verwalterrechten im eigenen System. Wer dort anfängt, hat mit vier Maßnahmen mehr erreicht als mit der Einführung im ganzen Haus, die erfahrungsgemäß Monate dauert.