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Meta-Keywords

oder auch Keywords-Meta-Tag, Meta-Suchbegriff

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 16.10.2026

Meta-Keywords sind eine Meta-Angabe für die Stichwörter einer Seite. Für das Ranking bei Google haben sie keine Bedeutung mehr, seit das 2009 öffentlich bestätigt wurde; Bing und andere Suchmaschinen halten es ebenso. Als Feld im Dokument sind sie damit nicht erledigt: Eigene Suchsysteme können sie auswerten, weil sie ihre Regeln selbst bestimmen.

Meta-Keywords

Meta-Angabe für Stichwörter einer Seite, die Suchmaschinen nicht auswerten, eigene Suchsysteme aber sehr wohl.
Beispiel: „Die interne Suche zieht die Meta-Keywords mit in den Index, Google ignoriert sie.“

Auch: Keywords-Meta-Tag oder Meta-Suchbegriff.

Anwendungsfall: die eigene Suche. Website-Suchen, Shopsysteme und Suchdienste, die über einen eigenen Index laufen, können das Feld als zusätzliche Trefferquelle lesen.

Abgrenzung zum Keyword: Ein Keyword ist der Begriff, mit dem tatsächlich gesucht wird. Meta-Keywords sind nur eine Stelle im Quelltext, an der Begriffe hinterlegt werden.

Warum die Suchmaschinen die Angabe aufgegeben haben

In den neunziger Jahren bestimmte sie mit, wofür eine Seite gefunden wurde. Genau deshalb wurde sie zugeschüttet: Wer hundert Begriffe hinterlegte, rankte für hundert Begriffe. Eine Angabe, die der Betreiber selbst setzt und niemand prüfen kann, taugt als öffentliches Signal nicht.

<!-- ohne Wirkung auf das Ranking, aber lesbar fuer den eigenen Index -->
<meta name="keywords" content="steuerberater, jahresabschluss, kanzlei hamburg">

Wo das Feld weiter eine Funktion hat

Die eigene Website-Suche entscheidet selbst, welche Felder in ihren Index wandern. Viele Suchlösungen nehmen neben Titel, Überschriften und Fließtext auch hinterlegte Stichwörter mit, und manche Shopsysteme führen dafür ein eigenes Feld, das technisch dasselbe tut.

Das ist der Fall, in dem die Angabe ihren Zweck behält: Sie bedient einen Index, dessen Regeln im eigenen Haus liegen. Dort trägt sie Synonyme, Falschschreibungen und Begriffe aus dem Sprachgebrauch der Kundschaft, die im sichtbaren Text nichts verloren haben. Wer „Steuerberater“ sucht, soll auch die Seite „Jahresabschluss“ finden.

Vor dem Ausbauen gehört deshalb die Frage, ob die Suche der Website das Feld liest. Wird es indexiert und dann entfernt, gehen Treffer verloren, die vorher funktioniert haben. Steht es dagegen nur als Altlast im head, kann es weg.

Warum es trotzdem meist nur Altlast ist

Es steckt in alten Vorlagen, in SEO-Plugins mit Eingabefeld und in Checklisten, die seit fünfzehn Jahren weitergereicht werden. Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist es der häufigste Posten in Altbeständen, den niemand vermisst, sobald er weg ist, weil in den allermeisten Fällen gar keine eigene Suche dahintersteht.

Schaden richtet die Angabe nicht an, denn ein ignoriertes Feld kostet kein Ranking. Sie verrät allerdings der Konkurrenz, auf welche Begriffe eine Seite zielt, und sie bindet Redaktionszeit an ein Feld, dessen Wirkung niemand mehr erklären kann.

Was für Suchmaschinen stattdessen zählt

Die Begriffe gehören in den sichtbaren Text: in die Überschrift, in den ersten Absatz, in die Zwischenüberschriften und in die Linktexte, die auf die Seite zeigen. Was eine Seite leisten soll, muss auf der Seite stehen und nicht in einer Angabe darüber.

Siehe auch:

Meta-Daten

Angaben im Quelltext einer Seite, die über die Seite informieren statt sie darzustellen.

#Website-Struktur

Meta-Description

Angabe im Kopf einer Seite, die den Text unter dem Titel in den Suchergebnissen vorschlägt.

#Website-Struktur

Suchmaschine

Dienst, der Seiten im Web sammelt, ihren Inhalt auswertet und zu einer Suchanfrage eine sortierte Trefferliste ausgibt.

Quelltext

Der HTML-Code einer Seite, den der Browser empfängt und zur Darstellung verarbeitet.

#Website-Struktur