Das Lizenzmodell eines CMS legt fest, auf welcher rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlage es genutzt wird: was es kostet, was damit erlaubt ist und was bei Weitergabe oder Änderung gilt.
- Lizenzmodell (CMS)
Die rechtliche und wirtschaftliche Grundlage, auf der ein System genutzt wird.
Beispiel: „Das Lizenzmodell erlaubt die kommerzielle Nutzung ohne Gebühr.“Drei Grundformen: quelloffen und kostenfrei, als Dienst gemietet, oder als Lizenz gekauft.
Anwendungsfall: Betrifft auch jede Erweiterung einzeln; ein kostenfreies System kann kostenpflichtige Bestandteile haben.
Was quelloffen praktisch bedeutet
Dass der Quelltext zugänglich ist und verändert werden darf, nicht automatisch, dass alles erlaubt ist. Die verbreiteten Lizenzen unterscheiden sich darin, was bei Weitergabe gilt: Manche verlangen, dass Änderungen unter derselben Lizenz veröffentlicht werden, andere nicht.
Für den Betrieb einer eigenen Website spielt das selten eine Rolle, weil dabei nichts weitergegeben wird. Wichtig wird es, sobald ein System als Teil eines eigenen Produkts an Kunden ausgeliefert wird.
Worauf beim Lizenzmodell von Erweiterungen zu achten ist
Dass ihre Lizenz zur Nutzung passt. Verbreitet sind jährliche Gebühren je Installation, manchmal gestaffelt nach Zahl der Domains oder Redakteure. Eine Erweiterung, deren Lizenz ausläuft, bekommt keine Aktualisierungen mehr und wird damit zum Sicherheitsrisiko.
In unseren Projekten gehört deshalb eine Liste der kostenpflichtigen Bestandteile zur Übergabe: was es ist, was es jährlich kostet, wann es fällig wird und wer den Vertrag hält. Ohne diese Liste läuft irgendwann eine Lizenz ab, und niemand weiß, warum eine Funktion stillsteht.
Was bei einem gemieteten Dienst dazukommt
Die Frage, was nach dem Ende der Miete bleibt. Bei quelloffener Software darf die letzte Fassung weiterbetrieben werden, auch ohne Vertrag; bei einem SaaS-CMS endet mit dem Zugang auch der Betrieb.
Deshalb gehört vor dem Vertrag geprüft, wie vollständig sich Inhalte exportieren lassen und in welchem Format. Das ist der entscheidende Punkt beim Vendor Lock-in.