Open Source bedeutet, dass der Quelltext einer Software offenliegt und unter einer Lizenz steht, die Benutzen und Ändern erlaubt.
- Open Source
Software, deren Quelltext einsehbar ist und unter einer Lizenz steht, die Benutzen, Ändern und Weitergeben erlaubt.
Beispiel: „WordPress, TYPO3 und Laravel sind Open Source, Statamic ist es nur zum Teil.“Auch: quelloffen. Die Open Source Initiative führt eine Liste anerkannter Lizenzen; einsehbarer Quelltext allein genügt nicht.
Abgrenzung zu kostenlos: Beides fällt oft zusammen und ist nicht dasselbe. Es gibt quelloffene Software, die Geld kostet, und kostenlose, deren Quelltext verschlossen bleibt.
Was die Lizenz entscheidet
Zwei Familien sind zu unterscheiden. Freizügige Lizenzen wie MIT erlauben fast alles, auch den Einbau in geschlossene Produkte. Copyleft-Lizenzen wie die GPL verlangen, dass Abgeleitetes unter derselben Lizenz steht.
Für ein Kundenprojekt zählt dieser Unterschied. Wer eine GPL-Bibliothek in eine Anwendung einbaut, kann verpflichtet sein, deren Quelltext offenzulegen. Das gehört geprüft, bevor eingebunden wird.
Was es im Webumfeld bedeutet
Praktisch alles, worauf Websites laufen, ist quelloffen: Linux, der Webserver, PHP, die Datenbank, die Redaktionssysteme, die Werkzeuge. Ohne Open Source gäbe es das Web in dieser Form nicht.
Für Betreiber heißt das Unabhängigkeit: Wer den Quelltext hat, ist nicht darauf angewiesen, dass ein einzelner Anbieter weitermacht. Eine Website auf TYPO3 lässt sich von jeder Agentur übernehmen, eine auf einem geschlossenen Baukasten nicht.
Dass offen nicht gepflegt heißt
Der Quelltext liegt offen, und trotzdem kann ein Projekt stillstehen. Wer eine Bibliothek einbindet, sollte auf dieselben Zeichen achten wie sonst: letzte Veröffentlichung, Zahl der Mitwirkenden, Umgang mit gemeldeten Fehlern.
Die Freiheit, selbst weiterzumachen, ist in der Praxis oft theoretisch: Wer ein verwaistes Paket übernimmt, übernimmt dessen Pflege mit.