Ein SaaS-CMS ist ein Redaktionssystem, das der Anbieter selbst betreibt und als Dienst bereitstellt. Die Abkürzung steht für Software as a Service, auf Deutsch etwa Software als Dienstleistung. Man mietet den Zugang, nicht die Software.
- SaaS-CMS
Ein CMS, das der Anbieter betreibt und als Dienst bereitstellt.
Beispiel: „Die Redaktion arbeitet in einem SaaS-CMS und kümmert sich nicht um Updates.“Auch: Cloud-CMS.
Zwei Spielarten mit ganz verschiedenen Zielgruppen: Baukästen mit eigenem Editor wie Wix, Jimdo, Squarespace und Webflow, und reine Inhaltsdienste wie Contentful, Storyblok und Sanity, die nur eine Schnittstelle liefern und keine Ausgabe.
Die übrigen Unterscheidungen: wo die Inhalte liegen Datenbankbasiertes CMS und Flat-File-CMS; wie Inhalt und Ausgabe zusammenhängen Headless und Decoupled CMS; wer den Betrieb verantwortet Selbst gehostetes CMS.
Was die beiden Spielarten unterscheidet
Die Frage, wer die Website baut. Ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder Webflow bringt Editor, Vorlagen und Ausgabe mit und richtet sich an Betriebe, die ohne Dienstleister auskommen wollen. Ein Inhaltsdienst wie Contentful oder Storyblok liefert nur die Inhalte über eine Schnittstelle und setzt eine eigene Anwendung davor voraus.
Beide sind SaaS, und beide nehmen den Betrieb ab. Die Entscheidung zwischen ihnen hat mit dem Mietmodell nichts zu tun, sondern damit, ob eine Entwicklung beteiligt ist; mehr dazu unter Website Baukasten.
Was ein SaaS-CMS abnimmt
Den gesamten Betrieb. Server, Aktualisierungen, Sicherheitsupdates, Sicherungen und Verfügbarkeit liegen beim Anbieter. Für kleine Teams ohne eigene Technik ist das der entscheidende Punkt: Niemand muss daran denken, und niemand muss es können.
Dazu kommt Vorhersagbarkeit bei Lastspitzen. Ein Dienst, der tausende Kunden bedient, federt einen plötzlichen Besucheransturm im Regelfall besser ab als ein einzelner gemieteter Server.
Woran man gebunden ist
An den Anbieter, und zwar enger als bei einem selbst betriebenen System. Preise, Funktionsumfang und Fortbestand liegen außerhalb der eigenen Entscheidung. Wenn ein Tarif umgestellt wird oder eine Funktion entfällt, bleibt nur Mitgehen oder Umziehen.
Wie teuer ein Umzug würde, hängt davon ab, wie vollständig sich die Inhalte exportieren lassen. Das gehört vor dem Vertrag geprüft und nicht danach, siehe Vendor Lock-in.
Woran die Entscheidung hängt
An drei Fragen. Gibt es jemanden, der ein eigenes System pflegen würde, und wie zuverlässig? Wie besonders sind die Anforderungen, und lassen sie sich im Rahmen des Dienstes abbilden? Und wo dürfen die Daten liegen?
Der letzte Punkt entscheidet in regulierten Bereichen oft allein. Wo der Serverstandort oder die Auftragsverarbeitung festgelegt ist, fallen viele Dienste aus, bevor es um Funktionen geht.