Ein Kommentarbereich ist der Bereich unter einem Beitrag, in dem Besucher eigene Beiträge hinterlassen können. Er besteht aus einem Formular und der Liste der freigegebenen Kommentare, meist in zeitlicher Reihenfolge.
- Kommentarbereich
Bereich unter einem Beitrag, in dem Besucher eigene Beiträge hinterlassen können.
Beispiel: „Unter dem Journal-Beitrag steht ein Kommentarbereich mit vier Zuschriften.“Auch: Kommentarfunktion. Technisch gehören dazu das Formular, die Moderation und die Darstellung der freigegebenen Beiträge.
Abgrenzung zur Testimonial-Sektion: Das Testimonial wird eingeholt und freigegeben. Der Kommentar kommt unaufgefordert und muss geprüft werden, bevor er erscheint.
Wofür er taugt
Für Fachbeiträge mit Publikum, das selbst etwas beizutragen hat. Dort entstehen Rückfragen, Ergänzungen und Widerspruch, und beides zusammen macht den Beitrag besser. Auf Unternehmens- und Leistungsseiten hat er nichts verloren.
Die Entscheidung hängt an der Bereitschaft zur Pflege. Ein Kommentarbereich, in dem seit zwei Jahren nichts steht oder in dem unbeantwortete Fragen hängen, wirkt schlechter als gar keiner.
Was moderiert werden muss
Alles, bevor es erscheint. Freigabe vor Veröffentlichung ist der einzige Weg, der ohne ständige Beobachtung auskommt; andernfalls stehen Werbeeinträge und Beleidigungen online, bis jemand nachsieht. Für die Haftung ist entscheidend, ob nach Kenntnis unverzüglich gehandelt wird.
Technisch braucht das Formular einen Schutz gegen automatisierte Einträge. Ein unsichtbares Zusatzfeld und eine Zeitprüfung halten den größten Teil ab, ohne dass Besucher Bilderrätsel lösen müssen.
Was datenschutzrechtlich gilt
Name und E-Mail-Adresse sind personenbezogene Daten und gehören in die Datenschutzerklärung, einschließlich Speicherdauer. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, und ein Pflichtfeld für den Klarnamen lässt sich nicht begründen.
Eingebundene Dienste für Kommentare oder Profilbilder übertragen die Adresse des Besuchers an Dritte und brauchen deshalb eine Einwilligung, bevor sie laden. Wer das umgehen will, hostet die Kommentare selbst.
Für Suchmaschinen sind Kommentare Inhalt der Seite und werden mitgelesen. Das kann helfen, weil dort die Begriffe der Leser stehen, und schaden, wenn Werbeeinträge durchrutschen. Links in Kommentaren gehören deshalb mit nofollow versehen oder ganz unterbunden.
Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten führen die wenigsten Unternehmenswebsites einen Kommentarbereich, und das aus einem nachvollziehbaren Grund: Die Rückmeldungen kommen heute über soziale Netzwerke und per E-Mail, und beides erreicht dasselbe mit weniger Pflege.