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IPv4 / IPv6

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 03.11.2026

IPv4 und IPv6 sind die beiden Fassungen des Internetprotokolls, nach denen Adressen vergeben werden. Beide laufen heute nebeneinander, und jedes Gerät im Netz spricht mindestens eine von ihnen.

IPv4 / IPv6

Die beiden Fassungen des Internetprotokolls, nach denen Adressen vergeben werden.
Beispiel: „Der Server war über IPv4 und IPv6 erreichbar, deshalb standen zwei Einträge in der Zone.“

IPv4 von 1981 nutzt 32 Bit und damit rund 4,3 Milliarden Adressen; IPv6 von 1998 nutzt 128 Bit und damit eine Zahl mit 39 Stellen. Geschrieben wird die ältere Fassung mit vier Zahlen und Punkten, die neuere mit acht Blöcken und Doppelpunkten.

Abgrenzung zur IP-Adresse: Diese ist die einzelne Nummer. IPv4 und IPv6 sind die Regeln, nach denen sie gebildet und zugestellt wird.

Warum IPv4 und IPv6 nebeneinander laufen

Weil die ältere ausgegangen ist und die neuere nicht rückwärtskompatibel. Ein Gerät mit IPv6 erreicht einen Server mit IPv4 nicht unmittelbar; deshalb sprechen die meisten Anschlüsse beide Fassungen gleichzeitig, was Dual Stack heißt.

Wo das nicht geht, übersetzt der Anbieter. Mobilfunknetze teilen sich eine Adresse unter vielen Kunden, und das ist der Grund, warum Sperren nach Adresse dort ganze Kundengruppen treffen.

Was für eine Website zu tun ist

Zwei Einträge statt einem. Der ältere Eintrag nennt die Adresse in der alten Fassung, der neuere die in der neuen; Besucher nehmen, was ihr Anschluss kann, siehe AAAA Record.

Fehlt der neuere Eintrag, läuft alles über Übersetzer beim Anbieter. Das funktioniert, kostet aber Zeit und erschwert die Suche nach Fehlern, weil die Adresse im Protokoll nicht die des Besuchers ist.

Woran man die Fassungen im Alltag erkennt

An der Schreibweise. Vier Zahlen mit Punkten sind die alte Fassung, Blöcke aus Ziffern und Buchstaben mit Doppelpunkten die neue; doppelte Doppelpunkte kürzen dabei eine Folge von Nullen ab.

In Protokollen tauchen beide auf, oft gemischt. Wer Adressen auswertet, muss beide Formate verarbeiten, und wer sie für den Datenschutz kürzt, braucht je Fassung eine eigene Regel.

Siehe auch:

IP-Adresse

Die Nummer, unter der ein Gerät im Netz erreichbar ist.

#DNS & Nameserver

A-Record

Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

AAAA Record (IPv6 Address Record)

Der Eintrag, der einem Namen eine IPv6-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver

Anycast

Dieselbe Adresse an vielen Orten, wobei die Anfrage beim nächstgelegenen landet.

#DNS & Nameserver

DNS-Hosting

Der Dienst, der die Nameserver für eine Domain betreibt und ihre Einträge pflegt.

#DNS & Nameserver