Intel ist ein amerikanisches Unternehmen aus Santa Clara in Kalifornien, das Chips entwirft und in eigenen Werken fertigt. Gegründet wurde es 1968 von Robert Noyce und Gordon Moore; geführt wird es seit März 2025 von Lip-Bu Tan. In den Servern, in denen KI-Modelle laufen, stecken die Hauptprozessoren vielfach von Intel.
- Intel
Der amerikanische Chiphersteller, der selbst entwirft und selbst fertigt.
Beispiel: „Wer einen Chip von Intel kauft, kauft Entwurf und Fertigung aus demselben Haus.“Der Fachausdruck dafür ist Integrated Device Manufacturer, kurz IDM. Das Gegenmodell teilt sich in Entwurfshäuser ohne Werk und Auftragswerke ohne eigenen Entwurf.
Abgrenzung zu AMD: Beide bauen Hauptprozessoren für dieselben Einsatzzwecke. AMD lässt fertigen, Intel fertigt.
Warum Intel beides macht
Aus der Geschichte. Als das Unternehmen entstand, gab es keine Auftragswerke; wer Chips verkaufen wollte, musste sie selbst herstellen, und die Fertigung war über Jahrzehnte der eigentliche Vorsprung.
Heute ist dieselbe Eigenschaft eine Last. Ein Werk für die jeweils neueste Fertigungsstufe kostet so viel, dass es sich nur mit sehr großen Stückzahlen trägt, und die muss erst einmal jemand bestellen.
Was die Öffnung der Fertigung bedeutet
Dass Intel Aufträge von außen annimmt und damit im selben Geschäft steht wie TSMC. Wer dort fertigen lässt, gibt seine Entwurfsdaten an ein Unternehmen, das zugleich eigene Chips verkauft.
Genau an dieser Stelle liegt die Zurückhaltung möglicher Kunden. Ein Auftragswerk ohne eigenes Produkt steht mit niemandem im Wettbewerb; bei Intel ist das anders, und darüber wird seit Jahren verhandelt.
Welche Rolle Intel im KI-Geschäft spielt
Vor allem die des Hauptprozessors. Ein Rechenknoten besteht aus Beschleunigern und einem Prozessor, der sie versorgt, und diese zweite Rolle füllt Intel seit Langem aus.
Die Beschleuniger selbst kommen überwiegend von anderen. Eigene Entwürfe dafür hat Intel mehrfach vorgelegt und wieder eingestellt; der heutige Schwerpunkt liegt auf der Fertigung.