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Arm

oder auch Arm Holdings

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Arm ist ein britisches Unternehmen aus Cambridge, das Prozessorentwürfe und den zugehörigen Befehlssatz lizenziert, statt selbst Chips zu fertigen. Gegründet wurde es 1990; geführt wird es seit Februar 2022 von Rene Haas. In den Servern, die KI-Beschleuniger versorgen, beruhen die Hauptprozessoren zunehmend auf Arm.

Arm

Das britische Unternehmen, das Prozessorentwürfe lizenziert, statt Chips zu verkaufen.
Beispiel: „Ein Mobiltelefon enthält fast sicher einen Prozessor nach einem Entwurf von Arm, aber keinen Chip mit dem Namen Arm darauf.“

Der Name stand anfangs für Advanced RISC Machines und wurde lange in Großbuchstaben geschrieben. Das Unternehmen selbst schreibt heute Arm.

Lizenziert wird zweierlei: der Befehlssatz, also die Sprache, die ein Prozessor versteht, und fertige Entwürfe von Rechenkernen.

Seit 2016 gehört Arm zur japanischen SoftBank Group; seit 2023 ist ein Teil wieder börsennotiert.

Was ein Befehlssatz ist und warum Arm ihn lizenziert

Der Befehlssatz legt fest, welche Anweisungen ein Prozessor kennt. Software, die für einen Befehlssatz übersetzt wurde, läuft auf jedem Chip, der ihn umsetzt, und auf keinem anderen.

Daraus ergibt sich das Geschäft. Wer den Befehlssatz besetzt, verdient an jedem Chip, der ihn verwendet, ohne ein Werk zu betreiben oder einen einzigen Chip zu verkaufen.

Warum Arm im Rechenzentrum angekommen ist

Über den Stromverbrauch. Die Entwürfe kommen aus dem Mobilgerät, wo Leistung je Watt seit jeher der Maßstab war, und in einem Rechenzentrum zählt heute dieselbe Größe.

Dazu kommt die Freiheit beim Zuschnitt. Wer wie die großen Betreiber eigene Prozessoren entwirft, nimmt eine Lizenz und baut sich den Chip, der zur eigenen Last passt.

Abgrenzung zu einem offenen Befehlssatz

Arm vergibt Lizenzen; RISC-V ist offen und kostet keine. Wer einen Prozessor nach RISC-V baut, zahlt dafür nichts und bekommt dafür auch kein fertiges Umfeld mitgeliefert.

Beide Wege werden gegangen. Tenstorrent setzt auf den offenen Befehlssatz, während die meisten Prozessoren neben KI-Beschleunigern heute auf Arm beruhen.

Siehe auch:

NVIDIA

Der Hersteller der Grafik- und Rechenchips, auf denen der größte Teil der KI-Arbeit läuft.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Broadcom

Chiphersteller, der Netzwerktechnik liefert und für andere Unternehmen eigene KI-Chips entwirft.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Intel

Der amerikanische Chiphersteller, der selbst entwirft und selbst fertigt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Tenstorrent

Ein Chipunternehmen, das KI-Beschleuniger auf offener Grundlage baut und seine Entwürfe zugleich verkauft.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Rechenzentrum für KI (AI Data Center)

Ein Rechenzentrum, das eigens für das Training und den Betrieb von KI-Modellen gebaut ist.

#Künstliche Intelligenz (KI)

On-Device-KI (Edge AI)

KI, die auf dem Gerät selbst rechnet statt in einem Rechenzentrum.

#Künstliche Intelligenz (KI)