HTTP-Statuscodes sind dreistellige Zahlen, mit denen der Server zu jeder Anfrage das Ergebnis mitteilt. Sie stehen in der ersten Zeile jeder Antwort, noch vor den Headern und dem Inhalt, und sie sind die kürzeste Auskunft darüber, was auf dem Server passiert ist.
- HTTP-Statuscodes
Dreistellige Zahlen, mit denen der Server das Ergebnis einer Anfrage mitteilt.
Beispiel: „Im Logfile stehen tausend HTTP-Statuscodes 404 auf eine gelöschte Rubrik.“Auch: HTTP Response Codes, Statuscode. Fünf Gruppen: 1xx als Zwischenmeldung, 2xx für Erfolg, 3xx für Weiterleitung, 4xx für Fehler beim Anfragenden, 5xx für Fehler auf dem Server.
Anwendungsfall: Was der Besucher sieht, und was der Server meldet, kann auseinanderfallen. Eine hübsche Fehlerseite mit dem Code 200 sieht für Suchmaschinen wie eine gültige Seite aus.
Welche HTTP-Statuscodes im Alltag zählen
Eine Handvoll, und die meisten der übrigen siehst du nie. Diese elf reichen für die tägliche Arbeit; jede Zeile führt zum eigenen Eintrag:
Code | Bedeutung | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
Continue | Zwischenmeldung: Der Kopf der Anfrage ist da, der Rumpf darf folgen. | |
OK | Die Antwort enthält, was angefragt wurde. | |
Moved Permanently | Dauerhaft umgezogen, die Bewertung geht auf das Ziel über. Der Plan dahinter ist das Weiterleitungskonzept. | |
Found | Vorübergehend woanders; maßgeblich bleibt die alte Adresse. | |
Bad Request | Die Anfrage ist fehlerhaft gestellt und wird abgewiesen. | |
Not Found | Die Adresse gibt es nicht. Was der Besucher sieht, regelt die 404-Fehlerseite. | |
Gone | Die Adresse gab es und ist bewusst entfernt. Wirkt schneller als 404. | |
Internal Server Error | Ein Fehler in der Anwendung; die Ursache steht im Fehlerprotokoll. | |
Bad Gateway | Der Webserver erreicht die Anwendung dahinter nicht. Zeigt oft auf die Ressourcenlimits. | |
Service Unavailable | Vorübergehend nicht verfügbar, etwa bei Wartung. Der richtige Code für geplante Downtime. | |
Gateway Timeout | Die Anwendung antwortet zu langsam, der Webserver bricht ab. |
Die vollständige Liste mit allen Gruppen von 1xx bis 5xx führt der Wikipedia-Artikel zu HTTP-Statuscodes; die Tabelle oben beschränkt sich auf die Codes, die dir im Alltag begegnen.
502 und 504 zeigen dabei auf den Server selbst und sagen über den Inhalt nichts aus. Wer sie gehäuft im Protokoll sieht, prüft als Erstes die Ressourcenlimits des Hosting-Pakets, also Arbeitsspeicher, erlaubte Laufzeit und die Zahl gleichzeitiger Prozesse.
Warum HTTP-Statuscodes für Suchmaschinen wichtig sind
Weil sie der Crawler als Anweisung liest. Ein 301 überträgt die Bewertung auf das Ziel, ein 404 nimmt die Adresse mit der Zeit aus dem Index, ein 410 schneller. Ein 503 sagt, dass es sich lohnt, später wieder vorbeizukommen.
Falsche Codes richten deshalb mehr Schaden an als fehlende Inhalte. Die häufigsten Fälle: gelöschte Seiten, die mit 200 eine leere Hülle ausliefern, und Weiterleitungen über mehrere Stationen, die zur Weiterleitungskette werden.
Wie du HTTP-Statuscodes prüfst
Im Browser über die Entwicklerwerkzeuge, über die Kommandozeile mit einem Aufruf, der nur die Kopfzeilen holt, oder über die Logfile-Analyse, die zeigt, welche Codes über den Tag wirklich herausgehen.
Beim Relaunch gehört diese Prüfung in die Abnahme. Jede alte Adresse wird abgerufen, und erwartet wird genau ein 301 auf genau ein Ziel. Alles, was mit 404 antwortet, bekommt entweder ein Ziel oder eine Fehlerseite, die weiterhilft.