HTTP-Header sind Zusatzangaben, die Browser und Server einer Anfrage oder einer Antwort voranstellen. Sie stehen vor dem eigentlichen Inhalt und sagen, wie dieser zu behandeln ist.
- HTTP-Header
Zusatzangaben, die Browser und Server einer Anfrage oder Antwort voranstellen.
Beispiel: „Der HTTP-Header wies den Browser an, die Datei eine Woche lang zwischenzuspeichern.“Auch: HTTP-Kopfzeile, die deutsche Entsprechung.
Abgrenzung zum Kopfbereich eines HTML-Dokuments: Der gehört zum Inhalt, der Header kommt davor und erreicht auch Dateien ohne Markup.
Was HTTP-Header steuern
Alles, was über den Inhalt selbst hinausgeht. Welcher Art die Daten sind, in welcher Sprache sie vorliegen, wie lange sie zwischengespeichert werden dürfen, ob die Verbindung verschlüsselt bleiben muss und wohin eine Weiterleitung zeigt.
Dazu kommen Angaben für Suchmaschinen. Der X-Robots-Tag trägt dieselben Anweisungen wie ein Meta Robots, erreicht aber auch Dateien, in die sich kein Markup schreiben lässt, etwa ein PDF.
Wo HTTP-Header gesetzt werden
An mehreren Stellen auf dem Weg. Der Webserver setzt einen Grundstock, die Anwendung kann ihn ergänzen, und ein vorgelagerter Dienst zur Auslieferung kann ihn noch einmal überschreiben.
Deshalb reicht es bei einer Fehlersuche nicht, in die Anwendung zu sehen. Was tatsächlich beim Browser ankommt, zeigen nur die Entwicklerwerkzeuge oder ein Abruf auf der Kommandozeile.
Warum HTTP-Header im Alltag auffallen
Meistens dann, wenn etwas sich hartnäckig nicht ändert. Eine Angabe zur Zwischenspeicherung mit langer Gültigkeit hält eine alte Datei im Browser fest, auch wenn auf dem Server längst eine neue liegt.
Der zweite häufige Fall ist eine Seite, die trotz aller Bemühungen nicht in den Suchergebnissen erscheint. Dann steht die Anweisung oft im Header statt im Markup, wo niemand sie vermutet.