Ein Handle ist die Kennung eines Kontakts bei einer Registrierungsstelle, die in den Daten einer Domain steht. Sie verweist auf einen hinterlegten Datensatz mit Name, Anschrift und Erreichbarkeit.
- Handle (DNS)
Die Kennung eines Kontakts bei einer Registrierungsstelle, die in Domaindaten steht.
Beispiel: „Im Auftrag stand das Handle des Kunden, damit die Domain auf ihn und nicht auf die Agentur läuft.“Auch NIC-Handle, nach dem Network Information Center. Bei der deutschen Registrierungsstelle folgt es dem Muster aus Buchstaben und Ziffern und gilt für alle Domains desselben Inhabers.
Abgrenzung zu den Nameservern: Diese bestimmen, wohin eine Domain zeigt. Das Handle bestimmt, wem sie gehört, siehe NS-Delegation.
Welche Rollen ein Handle einnimmt
Drei. Der Inhaber ist der rechtliche Eigentümer, der administrative Kontakt darf über die Domain entscheiden, der technische Kontakt kümmert sich um den Betrieb.
Entscheidend ist der erste: Wer dort steht, besitzt die Domain. Steht dort die Agentur, gehört die Domain der Agentur, auch wenn der Kunde sie bezahlt.
Wofür das Handle praktisch gebraucht wird
Für jeden Vorgang, der Zustimmung verlangt: Umzug zu einem anderen Anbieter, Wechsel des Inhabers, Kündigung. Die Registrierungsstelle fragt dafür den hinterlegten Kontakt.
Deshalb ist eine veraltete Adresse im Datensatz ein echtes Risiko. Wer nicht erreichbar ist, bekommt im Zweifel keine Zustimmung erteilt und verliert Zeit, siehe DNS-Umzug.
Was Agenturen beim Handle beachten sollten
Die Domain gehört dem Kunden. Ein eigener Datensatz für den Kunden als Inhaber ist die saubere Lösung, auch wenn die Agentur als technischer Kontakt eingetragen bleibt und die Verwaltung übernimmt.
Diese Trennung erspart jede Diskussion bei Trennung oder Verkauf und steht in jedem Vertrag, der etwas taugt.