Google Bombing ist das abgestimmte Verlinken einer Seite mit immer demselben Ankertext, um sie auf einen fremden Begriff zu heben. Die bekannteste Aktion brachte 2003 eine Biografie auf den ersten Platz für eine Beleidigung, ohne dass dieses Wort auf der Seite stand.
- Google Bombing
Das abgestimmte Verlinken einer Seite mit immer demselben Ankertext, um sie auf einen fremden Begriff zu heben.
Beispiel: „Google Bombing funktionierte, weil der Ankertext stärker wog als der Text der Zielseite.“Auch: Linkbombe. Die Aktionen waren meist politisch oder humoristisch gemeint und richteten sich gegen Personen oder Marken.
Google griff im Januar 2007 mit einer algorithmischen Änderung ein. Seitdem laufen solche Aktionen ins Leere, auch wenn der Begriff weiterlebt.
Wie Google Bombing funktionierte
Über das Gewicht des Ankertextes. Google wertete den verlinkten Text als Beschreibung der Zielseite, und zwar stark genug, dass hundert gleichlautende Verweise aus Blogs ausreichten, um eine Seite auf einen Begriff zu setzen, den sie selbst nie verwendete.
Dass dafür wenige Beteiligte genügten, lag an der damaligen Linklandschaft: Wenige Tausend Blogs bildeten einen großen Teil der frischen Verweise im Netz.
Warum Google Bombing nicht mehr funktioniert
Weil der Ankertext seither eingeordnet wird. Google bewertet, ob er zum Inhalt der Zielseite passt, ob die verweisenden Seiten zum Thema gehören und ob die Verteilung der Ankertexte natürlich aussieht; siehe Anchor-Text.
Mit Penguin kam 2012 die Gegenrichtung dazu: Auffällig gleichförmige Ankertexte wurden von einem Vorteil zu einem Risiko.
Was von Google Bombing geblieben ist
Die Erkenntnis, dass Verweise beschreiben und nicht nur empfehlen. Was im Ankertext steht, prägt mit, wofür eine Seite gehalten wird, und das gilt für die eigene interne Verlinkung genauso.
Geblieben ist auch eine Warnung. Wer heute hundert Verweise mit demselben Ankertext aufbaut, hat kein Werkzeug in der Hand, sondern ein Muster, das Spamabwehr auslöst.