FIDO2 ist der Rahmen der FIDO Alliance für die Anmeldung ohne Passwort, bestehend aus WebAuthn und dem Protokoll CTAP. Die Allianz ist ein Verband, in dem die Hersteller von Betriebssystemen, Browsern und Sicherheitsschlüsseln sitzen.
- FIDO2
Der Rahmen der FIDO Alliance für die Anmeldung ohne Passwort, bestehend aus WebAuthn und CTAP.
Beispiel: „FIDO2 löste den älteren Standard U2F ab, der nur als zweiter Faktor gedacht war.“Auch: FIDO steht für Fast Identity Online. CTAP heißt Client to Authenticator Protocol und regelt die Verbindung zum Sicherheitsschlüssel oder Telefon.
Abgrenzung zum Passkey: Der ist die Anwendung dieses Rahmens im Alltag, mit Abgleich über ein Konto. FIDO2 beschreibt die Technik und sagt nichts darüber, wo der Schlüssel liegt.
Woraus FIDO2 besteht
Aus zwei Teilen, die an verschiedenen Stellen wirken. WebAuthn ist die Schnittstelle zwischen Website und Browser und beim W3C festgeschrieben. CTAP regelt, wie der Browser mit dem Gerät spricht, das den Schlüssel hält, also mit dem Telefon, dem Betriebssystem oder einem Stick am USB-Anschluss. Für Betreiber einer Website ist nur der erste Teil sichtbar.
Was FIDO2 von seinem Vorgänger unterscheidet
Der Vorgänger U2F war als zweiter Faktor neben dem Passwort gedacht: ein Stick, der eine bestehende Anmeldung bestätigt. FIDO2 kann zusätzlich die Anmeldung selbst übernehmen, weil das Gerät auch den Benutzer erkennt, etwa über PIN oder Fingerabdruck. Damit wurde aus dem zweiten Faktor ein vollständiger Ersatz für das Passwort.
Was FIDO2 für ein Unternehmen bedeutet
Zwei Entscheidungen. Erstens, ob der Schlüssel auf einem Gerät bleibt oder über ein Konto abgeglichen wird; für Verwaltungszugänge sind Sicherheitsschlüssel in der Hand die strengere Variante, für die Belegschaft ist der Abgleich praktikabler. Zweitens der Rückfallweg bei Verlust, der vorher geregelt gehört. Technisch ist FIDO2 herstellerübergreifend, womit niemand an einen Anbieter gebunden ist.