Ein Enterprise-CMS ist ein Redaktionssystem, das auf große Organisationen zugeschnitten ist: viele Redakteure mit abgestuften Rechten, mehrere Sprachen und Auftritte, formale Freigabewege und eine Betreuung, die über Jahre geplant ist.
- Enterprise-CMS
Ein Redaktionssystem, das auf große Organisationen mit vielen Beteiligten zugeschnitten ist.
Beispiel: „Für den Konzernauftritt kam von Anfang an nur ein Enterprise-CMS in Frage.“Zu dieser Gruppe zählen TYPO3, Adobe Experience Manager und Sitecore.
Abgrenzung zur Vertriebssprache: Gemeint ist der Zuschnitt des Systems und keine Preisstufe eines Anbieters.
Was ein Enterprise-CMS mitbringt
Vor allem Ordnung für viele Hände. Ein abgestuftes Rechte- und Rollenkonzept, ein Redaktions-Workflow mit mehreren Freigabestufen und Mehrsprachigkeit gehören zum Lieferumfang.
Dazu Werkzeuge, die erst in der Größe zählen: Protokolle darüber, wer wann was geändert hat, geplante Veröffentlichungen und die Möglichkeit, eine Änderung in allen Sprachversionen anzustoßen.
Was ein Enterprise-CMS voraussetzt
Menschen, die es betreuen. Einrichtung, Schulung und Betrieb binden eigene Fachleute oder einen Dienstleister über Jahre, und die Einarbeitung der Redaktion gehört eingeplant.
Dazu eine Organisation, die ihre Zuständigkeiten kennt. Rechte und Freigabewege lassen sich nur abbilden, wenn vorher feststeht, wer sie hat; ohne diese Klärung wird die Technik zur Baustelle.
Wann der Zuschnitt nicht passt
Bei Auftritten mit einer Handvoll Redakteure und einer Sprache. Dort kostet die Einrichtung mehr, als die Ordnung je einspart, und die Redaktion arbeitet gegen Formulare, die für ihren Fall zu viel abfragen.
Die Entscheidung hängt an der Organisation und nicht an der Zahl der Seiten. Ein Auftritt mit dreihundert Seiten und zwei Redakteuren ist kein Fall für ein System dieser Art, einer mit fünfzig Seiten und vier Abteilungen schon eher.