EDNS (Extension Mechanisms for DNS) ist die Erweiterung, die dem DNS größere Antworten und Zusatzangaben erlaubt. Ohne sie wäre bei 512 Byte je Antwort Schluss.
- EDNS (Extension Mechanisms for DNS)
Die Erweiterung, die dem DNS größere Antworten und Zusatzangaben erlaubt.
Beispiel: „Erst mit EDNS passte die unterschriebene Antwort in ein einzelnes Paket.“Eingeführt 1999, heute überall im Einsatz. Technisch reist dafür ein zusätzlicher Eintrag in der Anfrage mit, der die gewünschte Paketgröße und weitere Angaben nennt.
Abgrenzung zum Protokoll selbst: Die Regeln des DNS bleiben. EDNS hängt Platz für Angaben an, die im ursprünglichen Format nicht vorgesehen waren.
Warum EDNS nötig wurde
Wegen der Größe der Antworten. Die ursprüngliche Grenze von 512 Byte reichte für eine Adresse, nicht aber für Unterschriften, für viele Einträge auf einmal oder für Antworten mit beiden Adressfassungen.
Ohne Erweiterung müsste jede größere Antwort über eine zweite, langsamere Übertragungsart wiederholt werden; mit ihr passt sie meist in einen Zug, siehe DNSSEC.
Was mit EDNS zusätzlich möglich ist
Angaben über den Fragenden. Die bekannteste ist der grobe Netzbereich des Nutzers, den manche Resolver mitschicken, damit Dienste eine ortsnahe Antwort geben können.
Diese Angabe ist umstritten, weil sie Aufenthaltsdaten weitergibt; mehrere öffentliche Resolver verzichten deshalb darauf.
Wo EDNS hakt
An alter Technik in der Mitte. Manche Firewalls verwerfen Pakete mit dem zusätzlichen Eintrag oder kürzen große Antworten, und die Folge sind Namen, die an einem Anschluss auflösen und am nächsten nicht.
Seit 2019 verzichten die großen Nameserver-Programme auf Rücksicht gegenüber solchen Geräten. Wer sie betreibt, merkt es an Ausfällen und nicht an einer Warnung.