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Datenschutz bei KI-Tools

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Datenschutz bei KI-Tools bezeichnet die Frage, welche personenbezogenen Daten in ein KI-Werkzeug eingegeben werden dürfen, auf welcher Rechtsgrundlage das geschieht und was der Anbieter damit tun darf. Rechtlich ist es kein neues Thema: Es gelten die Regeln der Datenschutz-Grundverordnung wie bei jedem anderen Dienstleister.

Datenschutz bei KI-Tools

Die Frage, welche personenbezogenen Daten in ein KI-Werkzeug dürfen und auf welcher Grundlage.
Beispiel: „Der Datenschutz bei KI-Tools war schnell geklärt: Vertrag vorhanden, Training abgeschaltet, Kundennamen bleiben draußen.“

Drei Punkte sind zu klären. Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, siehe Auftragsverarbeitung bei KI-Tools? Werden die Eingaben für das Training verwendet? Und wo werden sie verarbeitet und wie lange gespeichert?

Der häufigste Fehler hat nichts mit Verträgen zu tun: Daten, die gar nicht hineingehören. Ein Modell braucht für eine Antwortvorlage keinen Klarnamen und keine Kundennummer.

Was bei den Einstellungen zählt

Bei den meisten Anbietern entscheidet der Tarif. Die Geschäftsvarianten schließen die Verwendung der Eingaben für das Training in der Regel aus und bieten einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an; die kostenlosen Varianten tun das häufig nicht. Hinzu kommen die Speicherdauer des Verlaufs und ein eventuelles Gedächtnis über Gespräche hinweg, siehe Memory, das unbemerkt Daten mitführen kann.

Der Grundsatz, der die meiste Arbeit erspart

Datensparsamkeit. Wer Namen durch Platzhalter ersetzt, bevor er einen Fall schildert, braucht über die Rechtsgrundlage kaum nachzudenken. Für Textarbeit, Auswertungen und Entwürfe genügt das fast immer, und es geht schneller als jede Prüfung im Einzelfall. Erst wenn ein Werkzeug echte Kundendaten verarbeiten soll, etwa in einem Supportsystem, wird die vollständige Prüfung nötig.

Was wir Kunden empfehlen

Eine Liste mit drei Spalten: Werkzeug, Vertrag vorhanden, Training abgeschaltet. Das deckt den Pflichtteil ab und ist in einer halben Stunde erstellt. Alles Weitere gehört in die KI-Richtlinie, die festlegt, welche Daten überhaupt hineindürfen; das wirkt im Alltag stärker als jede Vertragsklausel. Dazu gehört auch die Frage, wo die Verarbeitung stattfindet: Bei europäischen Standorten entfällt die Prüfung des Drittlandtransfers, und das verkürzt die Unterlagen erheblich.

Siehe auch:

KI-Richtlinie (AI Policy)

Die schriftliche Hausregel, welche KI-Werkzeuge mit welchen Daten wofür benutzt werden dürfen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Schatten-KI (Shadow AI)

Der Einsatz von KI-Werkzeugen im Betrieb ohne Wissen und Freigabe der Verantwortlichen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Transparenzpflicht bei KI

Die Pflicht, offenzulegen, dass ein Inhalt oder ein Gesprächspartner von einer KI stammt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Chatverlauf (KI-Chat)

Die Abfolge aller bisherigen Nachrichten einer Unterhaltung mit einem KI-Werkzeug.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Trainingsdaten

Die Beispiele, aus denen ein KI-Modell seine Regeln ableitet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Memory (KI)

Notizen, die ein KI-Werkzeug außerhalb des Kontextfensters ablegt und später wieder einliest.

#Künstliche Intelligenz (KI)