DNS Spoofing ist das Unterschieben falscher DNS-Antworten, um Besucher auf einen fremden Server zu lenken. Der Browser zeigt dabei weiter die richtige Adresse an, landet aber woanders.
- DNS Spoofing
Das Unterschieben falscher DNS-Antworten, um Besucher auf einen fremden Server zu lenken.
Beispiel: „Nach dem DNS Spoofing führte die Bankadresse auf eine nachgebaute Anmeldeseite.“Auch DNS Cache Poisoning, wenn die falsche Antwort im Zwischenspeicher eines Resolvers landet und von dort an alle seine Nutzer geht.
Abgrenzung zur Übernahme einer Domain: Dort ändert jemand die echten Einträge. Beim Spoofing bleiben diese unberührt, und allein die Antwort unterwegs wird gefälscht.
Wie DNS Spoofing abläuft
Über Geschwindigkeit. Der Angreifer beantwortet eine Anfrage, bevor der zuständige Server es tut; trifft er dabei die zufällige Kennung der Anfrage, nimmt der Resolver die gefälschte Antwort an und speichert sie.
Besonders wirksam ist das gegen einen Resolver, denn dessen gespeicherte Antwort gilt dann für alle, die ihn fragen, siehe DNS Cache.
Was gegen DNS Spoofing hilft
Unterschriebene Antworten. Mit DNSSEC trägt jede Antwort eine Prüfsumme, die der Angreifer nicht nachbilden kann; ein prüfender Resolver verwirft die Fälschung.
Dazu kommen verschlüsselte Abfragen, die das Mitlesen und Einschleusen auf dem Weg zum Resolver verhindern, siehe DNS over HTTPS.
Was ein Websitebetreiber dagegen tun kann
Wenig am Angriff selbst und viel an seiner Wirkung. HTTPS mit gültigem Zertifikat sorgt dafür, dass ein untergeschobener Server sich nicht als die echte Seite ausgeben kann, und eine strikte Transportregel verhindert den Rückfall auf ungesicherte Verbindungen.
Dazu gehört ein Eintrag, der die Ausstellung von Zertifikaten auf die eigenen Stellen begrenzt, siehe CAA Record.