Eine Statusseite ist eine Seite außerhalb der eigenen Infrastruktur, die den Betriebszustand der Dienste meldet. Ihr Zweck ist der Ausfall: Wenn die Website nicht erreichbar ist, muss die Auskunft darüber woanders liegen.
- Statusseite (Status Page)
Eine Seite außerhalb der eigenen Infrastruktur, die den Betriebszustand der Dienste meldet.
Beispiel: „Während der Wartung stand auf der Statusseite, bis wann der Shop wieder erreichbar ist.“Anbieter dafür sind etwa Statuspage von Atlassian, Instatus oder Better Stack. Einfacher geht es mit einer statischen Seite bei einem anderen Anbieter oder in einem Objektspeicher.
Abgrenzung zum Server Monitoring: Dieses stellt fest, dass etwas ausgefallen ist. Die Statusseite teilt es denen mit, die davon betroffen sind.
Warum eine Statusseite woanders liegen muss
Weil sie sonst mit ausfällt. Eine Meldung im CMS der eigenen Website ist genau dann unerreichbar, wenn sie gebraucht wird. Dasselbe gilt für eine Seite auf demselben Server oder hinter derselben Leitung.
Praktisch heißt das: anderer Anbieter, andere Domain oder zumindest eine Subdomain, deren Namensauflösung und Auslieferung getrennt laufen. Ein Objektspeicher mit einer statischen Seite kostet wenige Cent im Monat.
Was auf eine Statusseite gehört
Vier Angaben: welcher Dienst betroffen ist, seit wann, was bekannt ist und wann die nächste Meldung kommt. Die letzte ist die wichtigste, weil sie Rückfragen ersetzt.
Was in der ersten Stunde nicht hineingehört, sind Ursachen. Eine frühe Erklärung ist oft falsch, und eine Korrektur kostet mehr Vertrauen als die ehrliche Angabe, dass die Ursache noch gesucht wird.
Für wen sich eine Statusseite lohnt
Für alles mit Anmeldung oder Bestellung. Wer Kunden hat, die arbeiten wollen, spart mit einer Statusseite Anrufe und Mails, und zwar genau in der Stunde, in der niemand Zeit dafür hat.
Für eine gewöhnliche Unternehmenswebsite genügt ein Vermerk im Notfallplan, wer im Störfall informiert wird. Eine eigene Seite stünde dort meist jahrelang leer.