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Colocation Hosting

oder auch Colocation, Serverhousing

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Beim Colocation Hosting stellt der Mieter eigene Hardware in ein fremdes Rechenzentrum und kauft dort Fläche, Strom, Kühlung und Netzanbindung. Der Anbieter liefert das Haus und die Versorgung, die Maschine samt allem darauf gehört dem Mieter.

Colocation Hosting

Der Mieter stellt eigene Hardware in ein fremdes Rechenzentrum und kauft dort Fläche, Strom und Netz.
Beispiel: „Die beiden Maschinen stehen im Colocation Hosting in Frankfurt, betreut werden sie aus dem Haus.“

Auch: Colocation, Serverhousing, kurz Housing. Abgerechnet wird nach Höheneinheiten im Schrank oder nach ganzen Schränken.

Abgrenzung zum Dedicated Server: Dort gehört die Hardware dem Anbieter und wird gemietet. Bei Colocation gehört sie dem Mieter, und gemietet wird der Platz.

Was beim Colocation Hosting im Preis steckt

Platz, Strom und Netz, dazu die Dinge, die ein Rechenzentrum teuer machen: zwei Stromwege, Notstrom, Kühlung, Brandschutz und Zutrittskontrolle. Genau diese Ausstattung ließe sich im eigenen Keller nicht nachbauen.

Nicht enthalten ist die Arbeit an der Maschine. Wer die Hände vor Ort braucht, kauft sie als Leistung dazu; das läuft unter Remote Hands und wird nach Zeit abgerechnet.

Wer bei Colocation wofür haftet

Der Anbieter für die Versorgung, der Mieter für alles in der Maschine. Geht eine Platte kaputt, ist das Sache des Mieters, auch wenn der Server dreihundert Kilometer entfernt steht.

Daraus folgt die Pflicht zur Vorbereitung: Ersatzteile, ein zweites Netzteil, Sicherungen außer Haus. Eine Maschine ohne Redundanz steht so lange, wie die Anfahrt dauert.

Wann Colocation sich lohnt

Wenn die Hardware schon da ist, besondere Anforderungen hat oder über Jahre abgeschrieben wird. Bei gleicher Leistung liegt Colocation über die Laufzeit unter dem Mietpreis.

Für eine Website ohne eigene Technikabteilung ist es die aufwendigste aller Varianten. Dort trägt ein gemieteter Server oder ein Cloud Server dasselbe mit weniger Verpflichtungen.

Siehe auch:

Dedicated Server

Ein physischer Server, der nur einem Kunden zur Verfügung steht.

#Hosting & Webserver

Serverstandort

Der Ort, an dem der Server einer Website steht, samt dessen Folgen für Geschwindigkeit und Recht.

#Hosting & Webserver

Redundanz

Das mehrfache Vorhandensein von Bauteilen, Systemen oder Informationen, das im störungsfreien Betrieb nicht gebraucht wird.

#Hosting & Webserver

DSGVO-konformes Hosting

Hosting, das die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an die Verarbeitung erfüllt.

#Hosting & Webserver

Cloud Server

Ein Server, der aus einem Verbund heraus zugeteilt wird und seine Leistung im Betrieb ändern kann.

#Hosting & Webserver

Uptime

Der Anteil der Zeit, in dem eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver