Beim Colocation Hosting stellt der Mieter eigene Hardware in ein fremdes Rechenzentrum und kauft dort Fläche, Strom, Kühlung und Netzanbindung. Der Anbieter liefert das Haus und die Versorgung, die Maschine samt allem darauf gehört dem Mieter.
- Colocation Hosting
Der Mieter stellt eigene Hardware in ein fremdes Rechenzentrum und kauft dort Fläche, Strom und Netz.
Beispiel: „Die beiden Maschinen stehen im Colocation Hosting in Frankfurt, betreut werden sie aus dem Haus.“Auch: Colocation, Serverhousing, kurz Housing. Abgerechnet wird nach Höheneinheiten im Schrank oder nach ganzen Schränken.
Abgrenzung zum Dedicated Server: Dort gehört die Hardware dem Anbieter und wird gemietet. Bei Colocation gehört sie dem Mieter, und gemietet wird der Platz.
Was beim Colocation Hosting im Preis steckt
Platz, Strom und Netz, dazu die Dinge, die ein Rechenzentrum teuer machen: zwei Stromwege, Notstrom, Kühlung, Brandschutz und Zutrittskontrolle. Genau diese Ausstattung ließe sich im eigenen Keller nicht nachbauen.
Nicht enthalten ist die Arbeit an der Maschine. Wer die Hände vor Ort braucht, kauft sie als Leistung dazu; das läuft unter Remote Hands und wird nach Zeit abgerechnet.
Wer bei Colocation wofür haftet
Der Anbieter für die Versorgung, der Mieter für alles in der Maschine. Geht eine Platte kaputt, ist das Sache des Mieters, auch wenn der Server dreihundert Kilometer entfernt steht.
Daraus folgt die Pflicht zur Vorbereitung: Ersatzteile, ein zweites Netzteil, Sicherungen außer Haus. Eine Maschine ohne Redundanz steht so lange, wie die Anfahrt dauert.
Wann Colocation sich lohnt
Wenn die Hardware schon da ist, besondere Anforderungen hat oder über Jahre abgeschrieben wird. Bei gleicher Leistung liegt Colocation über die Laufzeit unter dem Mietpreis.
Für eine Website ohne eigene Technikabteilung ist es die aufwendigste aller Varianten. Dort trägt ein gemieteter Server oder ein Cloud Server dasselbe mit weniger Verpflichtungen.