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Redundanz

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Redundanz ist das mehrfache Vorhandensein von Bauteilen, Systemen oder Informationen, die im störungsfreien Betrieb nicht gebraucht werden. Sie kostet im Normalfall Geld und zahlt sich im Ausnahmefall aus. Das Wort kommt vom lateinischen redundare, überlaufen.

Redundanz

Das mehrfache Vorhandensein von Bauteilen, Systemen oder Informationen, das im störungsfreien Betrieb nicht gebraucht wird.
Beispiel: „Durch die Redundanz der Netzteile lief der Server weiter, als eines davon durchbrannte.“

Bei Bauteilen: zwei Netzteile, zwei Platten im Verbund, zwei Netzwerkkarten. Fällt eines aus, trägt das andere weiter.

Bei der Infrastruktur: zwei Stromwege, zwei Netzanbindungen, zwei Rechenzentren. Die Zählweise N+1 heißt ein Exemplar mehr als nötig, 2N heißt alles doppelt.

Bei Systemen: ein zweiter Server hinter einer Lastverteilung, ein zweiter Dienst für denselben Zweck, ein zweiter Anbieter.

Bei der Datensicherung: dieselben Dateien an mehreren Orten, etwa auf einer Platte und zusätzlich in der Cloud. Erst das macht einen verlorenen Datenträger verschmerzbar.

Beim Komprimieren wird Redundanz gezielt entfernt: Ein Archiv ersetzt sich wiederholende Bits durch Verweise und spart damit Platz. Dieselbe Eigenschaft, die Ausfälle verzeiht, kostet hier Speicher.

Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Redundanz eine überflüssige Wiederholung. Wer Redundanzen aus einem Text streicht, entfernt Doppelungen; in der Technik werden sie absichtlich eingebaut.

Abgrenzung zur Sicherung: Eine gespiegelte Platte hält den Betrieb am Laufen, ersetzt aber keine Sicherung, denn eine gelöschte Datei ist auf beiden Platten gelöscht. Mehrere Kopien einer Sicherung an verschiedenen Orten sind dagegen Redundanz der Daten.

Wo im Hosting Redundanz steckt

Im Rechenzentrum bei Strom, Kühlung und Netzanbindung, in der Maschine bei Netzteilen und Platten, im Aufbau bei mehreren Servern hinter einer Lastverteilung.

Je weiter oben die Redundanz ansetzt, desto mehr Fälle deckt sie ab und desto teurer wird sie. Doppelte Netzteile kosten wenig, ein zweites Rechenzentrum vervielfacht den Preis.

Warum Redundanz allein keine Verfügbarkeit ergibt

Weil ein zweites Exemplar erst hilft, wenn die Umschaltung funktioniert und jemand den Ausfall bemerkt. Eine durchgebrannte Reserve, die seit Monaten defekt ist, trägt im Ernstfall nichts.

Dazu gehören Überwachung und ein geprüfter Failover. Beides wird regelmäßig geübt, weil der Ernstfall der schlechteste Zeitpunkt für den ersten Versuch ist.

Wie viel Redundanz eine Website braucht

Für eine gewöhnliche Unternehmensseite genügt das, was ein ordentliches Rechenzentrum mitbringt: doppelter Strom, doppeltes Netz, Platten im Verbund. Das deckt die häufigen Ausfälle ab.

Ein zweiter Server an einem anderen Ort rechnet sich, sobald eine Stunde Stillstand mehr kostet als der doppelte Betrieb im Jahr. Diese Rechnung fällt bei einem Shop anders aus als bei einer Visitenkarte.

Siehe auch:

Failover

Die Umschaltung auf ein Ersatzsystem, sobald das eigentliche ausfällt.

#Hosting & Webserver

High Availability

Ein Aufbau, bei dem der Ausfall einzelner Teile den Betrieb nicht unterbricht.

#Hosting & Webserver

Uptime

Der Anteil der Zeit, in dem eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver

Backup-Strategie im CMS

Die Festlegung, was wie oft gesichert wird und wie es zurückkommt.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Cluster (Server)

Mehrere Server, die nach außen als ein System auftreten.

#Hosting & Webserver

Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.

#Hosting & Webserver