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CMS-Migration (Systemwechsel)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 28.10.2026

Eine CMS-Migration ist der Umzug einer Website von einem Content-Management-System in ein anderes. Übertragen werden Inhalte, Medien, Struktur und Adressen; Gestaltung und Funktionen werden im Zielsystem neu aufgebaut.

CMS-Migration (Systemwechsel)

Der Umzug einer Website von einem CMS in ein anderes.
Beispiel: „Die CMS-Migration lief über drei Monate, die Inhalte waren in der ersten Woche übernommen.“

Abgrenzung zum CMS-Update: Dort bleibt das System dasselbe. Ab einem gewissen Versionsabstand wird aus dem Update aber praktisch eine Migration.

Anwendungsfall: Auch ein Wechsel innerhalb desselben Systems zählt dazu, wenn das Datenmodell neu gebaut wird.

Welche Schritte zur CMS-Migration gehören

Vier, von denen nur der erste nach Technik aussieht. Zuerst ein Inventar: Welche Seiten gibt es, welche werden aufgerufen, welche können weg. Dann das Datenmodell im Zielsystem, also Inhaltstypen und Felder. Dann der Import. Und zuletzt die Weiterleitungen.

Das Inventar ist der Schritt, der am meisten spart. Eine gewachsene Website trägt regelmäßig ein Drittel Seiten mit, die niemand mehr aufruft. Sie mitzunehmen kostet in jedem folgenden Schritt Zeit, und sie zu streichen ist die billigste Verbesserung der ganzen Migration.

Woran Migrationen scheitern

An den Beziehungen zwischen Inhalten, nicht an den Inhalten. Texte und Bilder sind übertragen, sobald das Skript durchgelaufen ist. Verweise zwischen Seiten, Zuordnungen zu Kategorien und eingebettete Medien hängen an Kennungen, die sich beim Import ändern.

Der zweite Dauerbrenner sind die Adressen. Wenn die neue Website eine andere Struktur hat, ändern sich Pfade, und jede alte Adresse braucht eine Weiterleitung auf ihr neues Ziel. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite wertet Suchmaschinen als Fehler und kostet die aufgebauten Platzierungen.

Was vorher geklärt sein sollte

Ob die Inhalte überhaupt vollständig herauskommen. Bei einem selbst betriebenen System liegen sie in Dateien oder einer Datenbank und sind zugänglich. Bei einem gemieteten Dienst hängt es vom Export ab, den der Anbieter vorsieht, siehe Vendor Lock-in.

Ebenso gehört vorher entschieden, was mit der Historie geschieht. Alte Fassungen, Entwürfe und Protokolle lassen sich selten mitnehmen; wenn sie aufbewahrungspflichtig sind, braucht es dafür einen eigenen Weg.

Siehe auch:

CMS-Update (Core-Update)

Die Aktualisierung des Systemkerns auf einen neueren Stand.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Datensatz

Ein einzelnes gespeichertes Stück Inhalt mit eigener Kennung.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Inhaltstyp (Content Type)

Die Bauform eines Inhalts: welche Felder er hat und wie er ausgegeben wird.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Vendor Lock-in (CMS)

Die Abhängigkeit von einem Anbieter, aus der ein Wechsel nur mit hohem Aufwand möglich ist.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Datenbank-Migration im CMS

Die Überführung der Datenbank in eine neue Struktur oder auf einen neuen Server.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Total Cost of Ownership (CMS)

Die Gesamtkosten eines Systems über seine Laufzeit, nicht nur die Anschaffung.

#Content-Management-Systeme (CMS)