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Inhaltstyp (Content Type)

oder auch Content Type

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 28.10.2026

Ein Inhaltstyp, englisch Content Type, ist die Bauform eines Inhalts: Er legt fest, welche Felder dazugehören, welche davon ausgefüllt werden müssen und wie der fertige Inhalt ausgegeben wird. Jede Seite, jeder Artikel und jede Referenz im System ist ein Exemplar eines solchen Typs.

Inhaltstyp (Content Type)

Die Bauform eines Inhalts: welche Felder er hat und wie er ausgegeben wird.
Beispiel: „Für die Stellenanzeigen wurde ein eigener Inhaltstyp angelegt.“

Auch: Content Type. In WordPress heißt die Entsprechung Custom Post Type, in TYPO3 Datensatztyp, in Statamic Collection.

Abgrenzung zum Datensatz: Der Typ ist der Bauplan, der Datensatz das einzelne Stück, das nach diesem Plan entsteht.

Warum eigene Inhaltstypen die Pflege entlasten

Weil sie Struktur erzwingen, die sonst jede Redakteurin neu erfinden müsste. Wenn Stellenanzeigen ein eigener Typ mit den Feldern Titel, Standort, Umfang und Beschreibung sind, sehen alle Anzeigen gleich aus und lassen sich filtern, sortieren und automatisch als strukturierte Daten ausgeben.

Ohne eigenen Typ entstehen dieselben Inhalte als freie Seiten, in denen Standort und Umfang irgendwo im Fließtext stehen. Die Seite sieht beim ersten Mal genauso aus, aber nach einem Jahr und zwanzig Anzeigen ist jede anders aufgebaut.

Wie viele Typen sinnvoll sind

So wenige wie möglich und so viele wie nötig. Ein eigener Typ lohnt sich, sobald ein Inhalt wiederkehrt, eigene Felder braucht und irgendwo in einer Liste auftauchen soll. Für drei Seiten, die sich nur im Text unterscheiden, reicht der vorhandene Seitentyp.

Die Gegenprobe ist einfach: Wenn für einen neuen Typ dieselben Felder angelegt würden wie für einen bestehenden, gehört der Inhalt in den bestehenden Typ, unterschieden über eine Taxonomie.

Was beim Ändern eines Typs zu bedenken ist

Dass bestehende Inhalte schon nach dem alten Plan gebaut sind. Ein neues Pflichtfeld gilt rückwirkend für alle vorhandenen Einträge, die es nicht haben; je nach System blockiert das die Bearbeitung oder bleibt leer und fällt erst in der Ausgabe auf.

Deshalb gehört zu jeder Änderung die Frage, was mit dem Bestand passiert. Entweder werden die vorhandenen Einträge nachgezogen, oder das Feld bleibt optional, bis alle gepflegt sind.

Siehe auch:

Feld (Content-Feld)

Die kleinste Einheit der Inhaltspflege: eine benannte Angabe mit festem Typ.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Datensatz

Ein einzelnes gespeichertes Stück Inhalt mit eigener Kennung.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CMS

Ein System, mit dem Inhalte einer Website gepflegt werden, ohne den Quelltext anzufassen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Taxonomie (Kategorien und Schlagwörter)

Ein Ordnungssystem, das Inhalte nach Thema gruppiert statt nach Ort.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Seitenbaum

Die hierarchische Darstellung aller Seiten einer Website im Backend.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Content-API

Eine Schnittstelle, über die andere Anwendungen die Inhalte eines CMS abrufen.

#Content-Management-Systeme (CMS)