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Datenmodell

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Ein Datenmodell beschreibt, welche Inhaltsarten ein System kennt, welche Felder sie tragen und wie sie miteinander verbunden sind. Es ist das Gerüst, in das später jeder einzelne Inhalt einsortiert wird.

Datenmodell

Die Beschreibung der Inhaltsarten eines Systems samt ihrer Felder und Beziehungen.
Beispiel: „Das Datenmodell stand fest, bevor die erste Seite gestaltet wurde.“

Besteht aus Inhaltstypen, ihren Feldern und den Verbindungen dazwischen.

Abgrenzung zur Gestaltung: Das Datenmodell sagt, was ein Inhalt ist; das Template sagt, wie er aussieht.

Was in einem Datenmodell steht

Drei Angaben je Inhaltsart. Welche Felder sie hat und welcher Art diese sind, also Text, Datum, Bild oder Verweis. Welche davon ausgefüllt sein müssen. Und mit welchen anderen Inhaltsarten sie verbunden ist, etwa ein Beitrag mit seinem Autor oder ein Produkt mit seiner Kategorie.

Dazu kommt, was für die Redaktion sichtbar wird: Beschriftungen, Reihenfolge und Hilfetexte. Diese Angaben gehören zum Modell, weil sie darüber entscheiden, ob ein Feld richtig gefüllt wird.

Warum das Datenmodell vor der Gestaltung kommt

Weil es sich schlechter ändern lässt. Eine Farbe oder einen Abstand ändert man im Stylesheet, und die Änderung gilt überall. Ein Feld, das nachträglich dazukommt, ist bei tausend bestehenden Inhalten tausendmal leer und muss nachgepflegt werden.

Deshalb beginnt die Arbeit mit der Frage, welche Dinge es gibt und wie sie heißen, und erst danach mit der Frage, wie sie aussehen. Wer umgekehrt vorgeht, baut Felder nach dem Entwurf und bekommt ein Modell, das nur zu diesem einen Entwurf passt.

Woran ein Datenmodell scheitert

Meistens an Feldern, die nach Aussehen geschnitten sind. Ein Feld namens „Text rechts neben dem Bild“ trägt seine Gestaltung im Namen; sobald das Bild links steht, stimmt nichts mehr. Ein Feld namens „Kurzbeschreibung“ überlebt jeden Umbau.

Der zweite Grund sind zu viele Inhaltsarten. Wer für jede Seitenvariante eine eigene anlegt, bekommt ein Modell, das niemand mehr überblickt, und eine Redaktion, die rät, welche Art sie nehmen soll.

Siehe auch:

Inhaltstyp (Content Type)

Die Bauform eines Inhalts: welche Felder er hat und wie er ausgegeben wird.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Feld (Content-Feld)

Die kleinste Einheit der Inhaltspflege: eine benannte Angabe mit festem Typ.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CMS

Ein System, mit dem Inhalte einer Website gepflegt werden, ohne den Quelltext anzufassen.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Taxonomie (Kategorien und Schlagwörter)

Ein Ordnungssystem, das Inhalte nach Thema gruppiert statt nach Ort.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CMS-Migration (Systemwechsel)

Der Umzug einer Website von einem CMS in ein anderes.

#Content-Management-Systeme (CMS)

Template

Wiederverwendbares Seitengerüst, das den Aufbau festlegt und die Inhalte offen lässt.

#Webdesign-Grundlagen #Content-Management-Systeme (CMS)