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nofollow

oder auch Nofollow-Attribut, rel=nofollow

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026

nofollow ist ein Wert im Attribut rel eines Links, mit dem die verweisende Seite erklärt, für das Ziel nicht zu bürgen. Google hat das Merkmal 2005 gegen Kommentarspam eingeführt und behandelt es seit 2019 als Hinweis und nicht mehr als Anweisung.

nofollow

Das Merkmal an einem Link, mit dem eine Seite erklärt, für das Ziel nicht zu bürgen.
Beispiel: „Die Links in den Kommentaren tragen nofollow, seit der Blog für Spam entdeckt wurde.“

Auch: Nofollow-Attribut. Genau genommen ist es kein Attribut, sondern ein Wert des Attributs rel.

Gegenstück ist dofollow, das nur die Abwesenheit des Merkmals benennt und selbst nie geschrieben wird.

Wofür nofollow gebraucht wird

Für Links, die eine Seite nicht als Empfehlung meint. Das sind vor allem drei Fälle: Inhalte, die Besucher selbst eingetragen haben, also Kommentare, Forenbeiträge und Profile; bezahlte Platzierungen, bei denen Geld oder eine Gegenleistung im Spiel ist; und Verweise auf Seiten, die eine Redaktion erwähnen muss, ohne für sie einzustehen.

Seit 2019 gibt es dafür genauere Werte. Sie benennen den Grund und lassen sich kombinieren.

<!-- von Besuchern eingetragen -->
<a href="https://example.com/" rel="ugc">Kommentar-Link</a>

<!-- bezahlt oder gesponsert -->
<a href="https://example.com/" rel="sponsored">Anzeige</a>

<!-- allgemein: keine Empfehlung -->
<a href="https://example.com/" rel="nofollow">Quelle ohne Empfehlung</a>

<!-- kombiniert, dazu in neuem Tab geoeffnet -->
<a href="https://example.com/" rel="sponsored nofollow noopener" target="_blank">Partner</a>

Was nofollow heute noch bewirkt

Google erklärt das Merkmal seit 2019 als Hinweis, der in die Bewertung eingeht und nicht automatisch jeden Effekt abschneidet. Praktisch heißt das: Ein Link mit nofollow kann weiterhin gefunden und abgerufen werden, und er kann dem Ziel etwas bringen. Verlässlich ist nur, dass die verweisende Seite ihre Haltung erklärt hat.

Für die eigene Website ist das Merkmal deshalb vor allem eine Aussage nach außen und keine technische Sperre. Wer verhindern will, dass eine Seite überhaupt gefunden wird, braucht Meta Robots oder die robots.txt.

Was nofollow im eigenen Haus anrichten kann

Intern gesetzt richtet es selten etwas Gutes an. Die Vorstellung, man könne mit nofollow die Bewertung innerhalb der eigenen Website umverteilen, ist seit Jahren überholt; Google hat dieses Vorgehen ausdrücklich für wirkungslos erklärt. Wer Seiten aus der Bewertung halten will, arbeitet mit Meta Robots.

Was intern bleibt, ist der ehrliche Fall: ein Link, der zu einer Anmeldung, einem Warenkorb oder einem Filter führt und den niemand in den Ergebnissen sehen soll. Dort ist das Merkmal am Platz.

Siehe auch:

dofollow

Der Normalfall eines Links, der kein nofollow trägt; ein Wort aus dem Sprachgebrauch und kein Attribut.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Meta Robots (noindex, nofollow)

Die Anweisung im Kopf einer Seite, die Suchmaschinen sagt, ob sie aufgenommen werden darf.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Interner Link

Verweis auf eine andere Seite derselben Domain, dessen Ziel, Ankertext und Menge du selbst bestimmst.

#Webdesign-Grundlagen #Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Off-Page SEO

Die Arbeit an allem, was außerhalb der eigenen Website über sie entscheidet.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Linkstruktur

Das Netz aus internen Links, das die Seiten einer Website miteinander verbindet.

#Website-Struktur

X-Robots-Tag

Dieselbe Anweisung wie Meta Robots, nur im HTTP-Kopf und damit auch für Dateien ohne HTML.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)