Broadcom ist ein amerikanisches Unternehmen, das Halbleiter und Software für Unternehmen liefert. Für die KI-Welt zählen zwei Teile des Geschäfts: die Technik, die Rechner in einem Rechenzentrum miteinander verbindet, und der Entwurf eigener Beschleuniger im Auftrag großer Betreiber.
- Broadcom
Chiphersteller, der Netzwerktechnik liefert und für andere Unternehmen eigene KI-Chips entwirft.
Beispiel: „Der Beschleuniger eines großen Betreibers stammt im Entwurf häufig von Broadcom.“Das Unternehmen in seiner heutigen Form entstand 2016, als Avago den Namensgeber Broadcom übernahm und dessen Namen weiterführte.
Abgrenzung zum Auftragswerk: Broadcom entwirft, gefertigt wird bei einem Werk wie TSMC.
Warum Broadcom im KI-Geschäft wenig sichtbar ist
Weil beide Teile des Geschäfts hinter den Kulissen liegen. Die Chips tragen den Namen des Auftraggebers, und Netzwerktechnik taucht in keiner Produktankündigung auf, solange sie funktioniert.
Gerade dadurch ist das Unternehmen an vielen Stellen zugleich beteiligt: an den eigenen Beschleunigern mehrerer großer Betreiber und an der Verkabelung, über die deren Rechner miteinander sprechen.
Was das Geschäft mit Auftragsentwürfen bedeutet
Für die Betreiber die Möglichkeit, sich von einem einzelnen Chiplieferanten zu lösen. Wer seine Arbeit kennt, kann einen Chip genau dafür entwerfen lassen, statt eine allgemein verwendbare Karte zu kaufen.
Für den Markt heißt das, dass ein Teil der Nachfrage als Auftragsentwurf an der Öffentlichkeit vorbeiläuft und beim bekanntesten Anbieter gar nicht erst ankommt.
Was Broadcom neben Chips verkauft
Software für Unternehmen. Durch Zukäufe gehören seit 2018 der Mainframe-Anbieter CA und seit 2023 der Virtualisierungsanbieter VMware dazu, dessen Technik in vielen Rechenzentren die Grundlage bildet.
Diese Verbindung aus Halbleitern und Unternehmenssoftware ist in der Branche unüblich und erklärt, warum das Unternehmen an sehr verschiedenen Stellen eines Rechenzentrums vorkommt.