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Proxy

oder auch Proxy Server

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 30.10.2026

Ein Proxy ist ein Vermittler, der Anfragen annimmt und stellvertretend weiterreicht. Für die eine Seite sieht er aus wie das Ziel, für die andere wie der Anfragende. Englisch proxy heißt Stellvertreter.

Proxy

Ein Vermittler, der Anfragen stellvertretend weiterreicht.
Beispiel: „Der Proxy nimmt alle Anfragen an und verteilt sie auf die Anwendungsserver dahinter.“

Auch: Proxy Server, Stellvertreterserver.

Zwei Richtungen: Ein Forward Proxy steht vor dem Besucher und schützt oder filtert dessen Zugriffe. Ein Reverse Proxy steht vor dem Server und nimmt stellvertretend für ihn an.

Wofür ein Proxy im Webbetrieb steht

Fast immer als Reverse Proxy, also direkt vor der Anwendung. Dort nimmt er die Verbindungen der Besucher an, kümmert sich um die Verschlüsselung, liefert zwischengespeicherte Antworten sofort aus und reicht nur den Rest weiter.

Damit wird er zur Stelle, an der Load Balancing stattfindet, an der Anfragen begrenzt werden und an der ein CDN ansetzt.

Was ein Proxy sichtbar macht und was er verbirgt

Die Anwendung dahinter sieht als Absender den Proxy und nicht mehr den Besucher. Wer die echte Adresse braucht, etwa für eine Sperre oder eine Statistik, ist auf die Kopfzeilen angewiesen, die der Proxy mitschickt. Sind sie falsch gesetzt, zählt die Statistik alle Besucher als einen.

Umgekehrt verbirgt er den Aufbau dahinter. Von außen ist nicht zu sehen, wie viele Server antworten und wo sie stehen.

Wo ein Proxy im Alltag eines Projekts auftaucht

Öfter, als es im Angebot steht. Bei einem gemanagten Hosting sitzt fast immer einer vor der Anwendung, ohne dass er erwähnt wird; dasselbe gilt für jeden Dienst, der Schutz vor Überlast verspricht. Wer eine Zeitüberschreitung sucht, findet die eigentliche Grenze deshalb oft in einer Einstellung des Proxy davor und erst danach in der Anwendung.

Woran man einen Proxy im Fehlerfall erkennt

An den Statuscodes aus der 500er-Gruppe, die nicht von der Anwendung stammen. 502 Bad Gateway heißt, dass der Proxy die Anwendung nicht erreicht, 504 Gateway Timeout heißt, dass sie zu langsam geantwortet hat. In beiden Fällen ist der Proxy der Melder und nicht die Ursache.

Siehe auch:

Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.

#Hosting & Webserver

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

HTTP-Statuscodes

Dreistellige Zahlen, mit denen der Server das Ergebnis einer Anfrage mitteilt.

#Hosting & Webserver

Webhosting

Die Miete von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server, damit eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver

Server Monitoring

Die laufende Überwachung eines Servers, die bei Ausfall oder Engpass Alarm gibt.

#Hosting & Webserver