Ein Zero-Knowledge-Proof ist ein Verfahren, mit dem sich etwas beweisen lässt, ohne das Geheimnis selbst preiszugeben. Auf Deutsch heißt er Null-Wissen-Beweis.
- Zero-Knowledge-Proof
Ein Verfahren, mit dem sich etwas beweisen lässt, ohne das Geheimnis selbst preiszugeben.
Beispiel: „Der Zero-Knowledge-Proof belegt, dass der Antragsteller volljährig ist, ohne das Geburtsdatum zu nennen.“Auch: Null-Wissen-Beweis, abgekürzt ZKP. Die in der Praxis benutzten Varianten tragen Namen wie zk-SNARK und zk-STARK.
Abgrenzung zur Verschlüsselung: Die verbirgt eine Nachricht vor Dritten. Hier wird etwas vor dem Gegenüber verborgen, dem man gerade etwas beweist.
Wie das Prinzip funktioniert
Über wiederholte Prüfungen, die nur bestehen kann, wer das Geheimnis kennt. Das übliche Bild ist eine Höhle mit zwei Gängen, die hinten durch eine verschlossene Tür verbunden sind: Wer den Schlüssel hat, kann auf Zuruf durch jeden der beiden Gänge zurückkommen. Nach zwanzig Durchgängen ist Zufall praktisch ausgeschlossen, und trotzdem hat niemand den Schlüssel gesehen.
Wo Zero-Knowledge-Proofs eingesetzt werden
An drei Stellen, von denen die erste die bekannteste ist. In Blockchains belegen sie, dass eine Überweisung gültig ist, ohne Beträge und Beteiligte offenzulegen. Bei digitalen Nachweisen belegen sie eine Eigenschaft, ohne das Dokument zu zeigen: volljährig, wohnhaft in einem Land, berechtigt. Und bei Anmeldungen lässt sich der Besitz eines Passworts belegen, ohne es zu übertragen.
Was das Verfahren im Alltag bedeutet
Bisher wenig, perspektivisch viel. Die Rechenlast ist erheblich, die Umsetzung schwierig und die Zahl der Produkte überschaubar; außerhalb der Krypto-Welt trifft man das Verfahren selten. Wo es ankommt, löst es allerdings ein Problem, das sich sonst nicht lösen lässt: eine Eigenschaft nachweisen, ohne Daten herzugeben, die danach bei jemandem liegen und abfließen können.