Ein Wurm ist Schadsoftware, die sich ohne Zutun eines Menschen selbst über das Netz verbreitet. Er nutzt dafür eine Sicherheitslücke in einem Dienst, der von außen erreichbar ist.
- Wurm
Schadsoftware, die sich ohne Zutun eines Menschen selbst über das Netz verbreitet.
Beispiel: „Der Wurm hatte binnen Stunden alle erreichbaren Systeme im Netz befallen.“Auch: Computerwurm, englisch Worm.
Abgrenzung zum Virus: Der Virus braucht eine Wirtsdatei und jemanden, der sie öffnet. Der Wurm braucht nur eine erreichbare Lücke.
Warum ein Wurm so schnell ist
Weil sich seine Ausbreitung verdoppelt. Jedes befallene System sucht selbst weiter und befällt die nächsten; aus einem werden zwei, aus zwei vier. Die großen Wurm-Vorfälle der Vergangenheit haben weltweit innerhalb eines Tages gewirkt, und kein menschlicher Reaktionsweg ist schnell genug, um in dieser Zeit ein Update auf alle Systeme zu bringen.
Was gegen einen Wurm hilft
Erreichbarkeit begrenzen und zügig aktualisieren. Ein Dienst, der nicht aus dem Internet erreichbar ist, ist für einen Wurm kein Ziel; ein Netz, das in Abschnitte geteilt ist, begrenzt den Schaden auf einen davon. Dazu kommt Patch-Management mit kurzen Wegen für dringende Fälle, denn die Lücke ist meist bekannt, bevor der Wurm sie benutzt.
Warum Würmer wieder häufiger werden
Weil Erpressergruppen die Technik übernommen haben. Mehrere der bekannten Ransomware-Wellen trugen einen Wurm-Anteil in sich: Erst breitet sich der Code selbsttätig im Netz aus, dann verschlüsselt er überall gleichzeitig. Diese Kombination ist der Grund, warum die Trennung von Netzabschnitten in den letzten Jahren wieder zum Thema geworden ist.