Ein Trojaner ist ein Schadprogramm, das sich als nützliches Programm ausgibt, um auf ein Gerät zu kommen. Der Name stammt vom hölzernen Pferd aus der Sage um Troja: Die Tarnung ist der ganze Trick, die Verbreitung übernimmt das Opfer selbst.
- Trojaner
Ein Schadprogramm, das sich als nützliches Programm ausgibt, um auf ein Gerät zu kommen.
Beispiel: „Der Trojaner steckte in einem kostenlosen Theme aus einer fremden Quelle.“Auch: Auf Websites ist die häufigste Form ein Plugin oder Theme aus einer Quelle neben dem offiziellen Verzeichnis, oft als kostenlose Fassung eines kostenpflichtigen Produkts angeboten.
Abgrenzung zum Virus: Der hängt sich an andere Dateien und verbreitet sich selbst. Ein Trojaner wartet darauf, installiert zu werden.
Wie ein Trojaner auf ein System kommt
Durch eine Einladung. Ein Anhang, der nach Rechnung aussieht, ein Installer aus einer Suchanzeige, eine geknackte Fassung einer Software, ein Plugin aus einem fremden Verzeichnis. Auf Servern kommt der Weg über gestohlene Zugangsdaten dazu, mit denen sich fremder Code einfach hochladen lässt.
Was ein Trojaner anrichtet
Er öffnet die Tür für das Eigentliche. Üblich sind eine Hintertür für späteren Zugriff, das Mitlesen von Eingaben, das Nachladen weiterer Schadsoftware und der Anschluss des Geräts an ein Botnetz. Auf Websites kommt das Einschleusen von Links und Weiterleitungen dazu, die nur Suchmaschinen und fremden Besuchern angezeigt werden.
Woran sich ein Trojaner bemerkbar macht
Oft an Kleinigkeiten. Dateien mit falschem Änderungsdatum, ein Prozess, der dauerhaft Rechenzeit verbraucht, ausgehende Verbindungen zu unbekannten Adressen, neue Benutzer im CMS. Im Zweifel führt der Weg über die Logfile-Analyse: Wer wann was hochgeladen hat, steht dort, solange die Protokolle lange genug aufbewahrt werden.