Eine Backdoor ist ein verborgener Zugang zu einem System, der die übliche Anmeldung umgeht. Auf Deutsch heißt sie Hintertür.
- Backdoor
Ein verborgener Zugang zu einem System, der die übliche Anmeldung umgeht.
Beispiel: „Die Backdoor steckte in einer Programmbibliothek, die das Projekt seit Jahren einsetzte.“Auch: Hintertür. Als Webshell bezeichnet man eine Backdoor, die als unauffällige Datei auf einem Webserver liegt.
Abgrenzung zur Sicherheitslücke: Die Lücke ist ein Fehler, die Backdoor ist Absicht.
Woher eine Backdoor kommt
Aus drei Richtungen. Ein Angreifer legt sie an, nachdem er einmal hereingekommen ist, damit er den Weg behält, wenn die ursprüngliche Lücke geschlossen wird. Ein Hersteller baut sie für Wartungszwecke ein und vergisst sie. Oder sie kommt über eine Abhängigkeit ins Haus, also über eine Bibliothek, die jemand anderes geschrieben hat und die unterwandert wurde.
Warum auch gut gemeinte Hintertüren gefährlich sind
Weil eine Tür nicht weiß, wer durch sie geht. Ein Wartungszugang mit festem Kennwort, ein Entwicklerkonto in der Auslieferung, ein Notfallzugang ohne zweiten Faktor: Sobald das Geheimnis bekannt wird, und das wird es, steht der Weg jedem offen. Dieselbe Überlegung gilt für Forderungen nach eingebauten Zugängen für Behörden; technisch gibt es keine Tür, die nur für bestimmte Personen aufgeht.
Wie man eine Backdoor findet
Über den Vergleich mit dem Soll-Zustand. Dateien, die nicht ins Verzeichnis gehören, Benutzerkonten, die niemand angelegt hat, geplante Aufgaben, die niemand kennt, und offene Verbindungen ohne Zweck: Das alles fällt nur auf, wenn bekannt ist, wie das System aussehen sollte. Deshalb ist ein geprüfter Auslieferungsstand mehr wert als jede nachträgliche Suche, und deshalb gehört nach einem Vorfall der Punkt dazu, nach Hintertüren zu sehen, siehe Incident Response.