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Synthetische Medien (Synthetic Media)

oder auch Synthetic Media

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Synthetische Medien sind Bild-, Ton- und Videoinhalte, die ganz oder teilweise von einem KI-Modell erzeugt wurden. Der Begriff ist der sachliche Oberbegriff für alles, was unter Bildgenerierung, Sprachsynthese, Videoerzeugung und Deepfake fällt.

Synthetische Medien (Synthetic Media)

Bild-, Ton- und Videoinhalte, die ganz oder teilweise von einem KI-Modell erzeugt wurden.
Beispiel: „Die Kampagne besteht zur Hälfte aus synthetischen Medien, und jedes dieser Stücke ist gekennzeichnet.“

Was dazugehört: erzeugte Bilder und Videos, nachgebildete Stimmen, erzeugte Musik, Untertitel und Übersetzungen aus einem Modell, sowie Mischformen aus Aufnahme und Erzeugung.

Abgrenzung zum Deep Fake: Der bezeichnet den Fall, dass etwas Bestehendes nachgebildet wird und für echt gehalten werden könnte. Nach der KI-Verordnung zählen dazu auch Gegenstände, Orte und Ereignisse, und nicht allein Personen. Synthetische Medien sind der Oberbegriff und schließen frei Erfundenes ein.

Wo die Grenze liegt

Bei der Frage, ob Inhalt entsteht. Ein Foto, dessen Rauschen ein Modell entfernt hat, bleibt ein Foto; ein Foto, in dem ein Modell einen Himmel ergänzt hat, der nicht da war, ist teilweise synthetisch. Die Übergänge sind fließend, und deshalb braucht jede Redaktion eine eigene Festlegung, ab wann sie kennzeichnet. Unsere steht unter KI-Kennzeichnung.

Was offenzulegen ist

Nach Artikel 50 der KI-Verordnung müssen Anbieter ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren, und Betreiber müssen Deepfakes als künstlich erzeugt offenlegen. Für gewöhnliche synthetische Bilder in der Werbung verlangt das Gesetz keinen sichtbaren Hinweis. Wir setzen ihn trotzdem, weil Leser die Frage stellen und eine Antwort vor der Frage günstiger ist als eine danach.

Warum der Begriff nützlich ist

Weil er ohne Wertung auskommt. „Deepfake“ klingt nach Täuschung, „KI-Bild“ nach Billigware, „synthetische Medien“ nach dem, was es ist: Inhalt, der technisch erzeugt wurde. In Verträgen, Richtlinien und Redaktionsregeln ist das der brauchbare Begriff, weil er den erlaubten und den unerlaubten Fall gleichermaßen umfasst. Für die eigene Festlegung heißt das: eine Regel für synthetische Medien insgesamt, und eine strengere für den Sonderfall mit erkennbaren Personen. So geschrieben hält die Regel auch dann, wenn ein neues Werkzeug eine Form hervorbringt, die heute noch niemand kennt.

Siehe auch:

Deep Fake

Ein KI-erzeugter Inhalt, der etwas Bestehendes nachbildet und für echt gehalten würde.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Bildgenerierung

Das Erzeugen von Bildern durch ein KI-Modell anstelle von Fotografie oder Illustration.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Text-to-Video

Ein KI-Verfahren, das aus einer Beschreibung eine Videosequenz erzeugt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Voice Cloning

Das Nachbilden einer bestimmten menschlichen Stimme durch ein KI-Modell.

#Künstliche Intelligenz (KI)

KI-Kennzeichnung

Der sichtbare und maschinenlesbare Hinweis darauf, dass ein Inhalt von einer KI erzeugt wurde.

#Künstliche Intelligenz (KI)

C2PA (Content Credentials)

Ein offener Standard, der die Herkunft einer Datei festhält, einschließlich der Beteiligung von KI.

#Künstliche Intelligenz (KI)