KI-Kennzeichnung ist der Hinweis darauf, dass ein Inhalt von einer KI erzeugt wurde, angebracht sowohl für Menschen als auch für Maschinen. Gemeint sind Bilder, Tonaufnahmen und Videos ebenso wie Texte.
- KI-Kennzeichnung
Der sichtbare und maschinenlesbare Hinweis darauf, dass ein Inhalt von einer KI erzeugt wurde.
Beispiel: „Die KI-Kennzeichnung sitzt im Bild, in den Metadaten und im Alternativtext.“Auch: KI-Label oder AI Label. Gemeint ist die Kennzeichnung des Ergebnisses; das Label an Trainingsdaten ist etwas anderes und richtet sich an das Modell.
Warum eine Stelle nicht genügt: Ein eingebranntes Zeichen lässt sich wegschneiden, Metadaten gehen beim Export verloren, ein Alternativtext wird beim Kopieren nicht mitgenommen. Erst zusammen überstehen die drei Angaben den üblichen Weg eines Bildes.
Wo sie rechtlich herkommt
Aus der europäischen KI-Verordnung, und zwar an zwei Stellen.
Artikel 50 der Verordnung, überschrieben mit Transparenzpflichten, trifft beide Seiten. Anbieter erzeugender Systeme müssen ihre Ausgaben nach Artikel 50 Absatz 2 in einem maschinenlesbaren Format kennzeichnen, sodass sie als künstlich erzeugt oder bearbeitet erkennbar sind. Wer solche Systeme einsetzt und damit Deepfakes erzeugt, muss nach Absatz 4 offenlegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder bearbeitet wurde. Einzelheiten zu Umfang und Fristen gehören in den Eintrag zur Verordnung selbst.
Wie wir es handhaben
An drei Stellen gleichzeitig. Jedes generativ erzeugte Bild auf dieser Website trägt ein sichtbares Zeichen im Bild, einen Vermerk in den Metadaten des Medienverwalters und einen Hinweis im Alternativtext. Bei Texten gilt der Grundsatz im Ergebnis genauso, nur anders umgesetzt: Hinter jeder Seite steht jemand aus dem Team, der sie geprüft hat und verantwortet.
Was nicht gekennzeichnet wird
Die Werkzeugspur. Ein Foto, das mit einem Entrauschungsfilter bearbeitet wurde, ein Text, bei dem eine Rechtschreibprüfung mitgelesen hat, eine Übersetzung, die jemand überarbeitet hat: Das sind Hilfsmittel und keine erzeugten Inhalte. Die Grenze verläuft dort, wo das Ergebnis ohne das Werkzeug nicht existieren würde.
Die Abgrenzung lässt sich nicht bis ins Letzte schärfen, und das muss sie auch nicht. Brauchbar ist die Frage, ob ein Betrachter sich getäuscht fühlen würde, wenn er die Herkunft erführe. Fällt die Antwort ja aus, gehört der Hinweis dazu.