Ein Notfallplan ist die schriftliche Anleitung, mit der eine Website nach einem Totalausfall wieder entsteht. Er beschreibt die Reihenfolge der Schritte, nennt die Zugänge und sagt, wer entscheidet. Gelesen wird er unter Zeitdruck, deshalb ist er kurz.
- Notfallplan
Die schriftliche Anleitung, mit der eine Website nach einem Totalausfall wieder entsteht.
Beispiel: „Im Notfallplan steht, in welcher Reihenfolge Datenbank, Dateien und Zertifikat zurückkommen.“Englisch Disaster Recovery, kurz DR. Auch: Notfallwiederherstellung, Wiederanlaufplan.
Abgrenzung zur Sicherung: Die Sicherung ist das Material, der Notfallplan die Anleitung dazu. Beides gehört zusammen, und beides liegt getrennt vom Server.
Was in einen Notfallplan gehört
Vier Dinge: wo die Sicherungen liegen und wie man an sie kommt, in welcher Reihenfolge die Teile zurückkehren, welche Zugänge dafür nötig sind und wer im Ernstfall angerufen wird.
Dazu die vereinbarten Werte für Wiederherstellungspunkt und Wiederherstellungszeit. Ohne sie bleibt offen, ob der Plan überhaupt reicht.
Wo ein Notfallplan liegen muss
Außerhalb der Infrastruktur, um die es geht. Ein Plan im Wiki auf demselben Server ist im Ernstfall genau so weit fort wie alles andere.
Üblich sind ein Ausdruck und eine Kopie bei einem zweiten Anbieter. Dazu gehören die Zugangsdaten an einem Ort, den im Notfall mehr als eine Person erreicht.
Warum ein Notfallplan geprobt wird
Weil er sonst beim ersten Einsatz Lücken zeigt: ein Zugang, der auf eine ausgeschiedene Person läuft, eine Anleitung für eine Version, die es nicht mehr gibt, ein Restore, der zwei Stunden länger dauert als gedacht.
Eine Probe im Jahr genügt und dauert einen halben Tag. Danach steht im Plan, was wirklich zu tun ist, und nicht, was einmal gedacht war.