Failover ist die Umschaltung auf ein Ersatzsystem, sobald das eigentliche ausfällt. Eine Prüfung stellt den Ausfall fest, und der Verkehr läuft danach auf das Ersatzsystem. Im besten Fall bemerkt der Besucher davon nichts.
- Failover
Die Umschaltung auf ein Ersatzsystem, sobald das eigentliche ausfällt.
Beispiel: „Der Failover griff nach zwanzig Sekunden, die Seite war in dieser Zeit nicht erreichbar.“Auf Deutsch Ausfallumschaltung. Englisch to fail over = überwechseln. Die Rückschaltung auf das wiederhergestellte System heißt Failback.
Abgrenzung zur Lastverteilung: Die verteilt den Verkehr im Normalbetrieb auf mehrere Server. Failover tritt erst ein, wenn einer davon ausfällt.
Wie ein Failover den Ausfall erkennt
Über eine regelmäßige Prüfung, meist einen Aufruf, der eine festgelegte Antwort erwartet, siehe Health Check. Bleibt die Antwort mehrfach aus, gilt das System als ausgefallen.
Die Einstellung dieser Prüfung entscheidet über die Dauer. Kurze Abstände schalten schnell um und reagieren auf jede Schluckauf-Sekunde; lange Abstände sind träge und verlängern den Stillstand.
Was ein Failover offenlässt
Die Daten. Die Umschaltung bringt den Dienst zurück, nicht den Stand der Datenbank; dafür braucht es eine Spiegelung, die laufend mitschreibt.
Dazu kommt der halbe Ausfall: Ein System, das antwortet, aber falsch rechnet, bleibt für die Prüfung gesund. Dieser Fall ist der unangenehmste, weil die Umschaltung nie auslöst.
Warum ein Failover geübt werden muss
Weil er genau einmal gebraucht wird und dann funktionieren muss. Aufbauten, die jahrelang nie umgeschaltet haben, scheitern im Ernstfall an abgelaufenen Zertifikaten, veralteten Konfigurationen und vollen Platten.
Übliche Praxis ist, den Ausfall planmäßig auszulösen, zu einer Zeit mit wenig Verkehr und mit jemandem daneben. Was dabei auffällt, wäre sonst nachts aufgefallen.