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Failover

oder auch Ausfallumschaltung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Failover ist die Umschaltung auf ein Ersatzsystem, sobald das eigentliche ausfällt. Eine Prüfung stellt den Ausfall fest, und der Verkehr läuft danach auf das Ersatzsystem. Im besten Fall bemerkt der Besucher davon nichts.

Failover

Die Umschaltung auf ein Ersatzsystem, sobald das eigentliche ausfällt.
Beispiel: „Der Failover griff nach zwanzig Sekunden, die Seite war in dieser Zeit nicht erreichbar.“

Auf Deutsch Ausfallumschaltung. Englisch to fail over = überwechseln. Die Rückschaltung auf das wiederhergestellte System heißt Failback.

Abgrenzung zur Lastverteilung: Die verteilt den Verkehr im Normalbetrieb auf mehrere Server. Failover tritt erst ein, wenn einer davon ausfällt.

Wie ein Failover den Ausfall erkennt

Links der Normalbetrieb: Eine Lastverteilung schickt Anfragen an drei Server, jeder trägt ein Drittel. Rechts nach dem Ausfall: Der zweite Server ist grau und als ausgefallen beschriftet, die beiden anderen tragen je die Hälfte.
Der Aufbau ist der Cluster, die Umschaltung ist der Failover.

Über eine regelmäßige Prüfung, meist einen Aufruf, der eine festgelegte Antwort erwartet, siehe Health Check. Bleibt die Antwort mehrfach aus, gilt das System als ausgefallen.

Die Einstellung dieser Prüfung entscheidet über die Dauer. Kurze Abstände schalten schnell um und reagieren auf jede Schluckauf-Sekunde; lange Abstände sind träge und verlängern den Stillstand.

Was ein Failover offenlässt

Die Daten. Die Umschaltung bringt den Dienst zurück, nicht den Stand der Datenbank; dafür braucht es eine Spiegelung, die laufend mitschreibt.

Dazu kommt der halbe Ausfall: Ein System, das antwortet, aber falsch rechnet, bleibt für die Prüfung gesund. Dieser Fall ist der unangenehmste, weil die Umschaltung nie auslöst.

Warum ein Failover geübt werden muss

Weil er genau einmal gebraucht wird und dann funktionieren muss. Aufbauten, die jahrelang nie umgeschaltet haben, scheitern im Ernstfall an abgelaufenen Zertifikaten, veralteten Konfigurationen und vollen Platten.

Übliche Praxis ist, den Ausfall planmäßig auszulösen, zu einer Zeit mit wenig Verkehr und mit jemandem daneben. Was dabei auffällt, wäre sonst nachts aufgefallen.

Siehe auch:

Redundanz

Das mehrfache Vorhandensein von Bauteilen, Systemen oder Informationen, das im störungsfreien Betrieb nicht gebraucht wird.

#Hosting & Webserver

High Availability

Ein Aufbau, bei dem der Ausfall einzelner Teile den Betrieb nicht unterbricht.

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Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.

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Health Check (Software)

Ein regelmäßiger Aufruf, der prüft, ob ein Dienst noch arbeitsfähig ist.

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Cluster (Server)

Mehrere Server, die nach außen als ein System auftreten.

#Hosting & Webserver

Uptime

Der Anteil der Zeit, in dem eine Website erreichbar ist.

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