Die SOA-Werte sind die vier Zeitangaben im SOA-Eintrag, die den Abgleich zwischen Nameservern steuern. Drei davon wirken allein zwischen den Servern, der vierte auch nach außen.
- SOA-Werte (Refresh, Retry, Expire)
Die vier Zeitangaben im SOA-Eintrag, die den Abgleich zwischen Nameservern steuern.
Beispiel: „Die SOA-Werte standen auf einer Stunde, fünfzehn Minuten, zwei Wochen und einer Stunde.“Refresh ist der Abstand, in dem der übernehmende Server nachfragt. Retry gilt, wenn das misslingt. Expire sagt, wie lange er ohne Erfolg weiter ausliefern darf. Der vierte Wert gilt für Antworten über nicht vorhandene Namen.
Abgrenzung zur TTL: Diese steht an jedem einzelnen Eintrag und gilt für alle Fragenden. Die SOA-Werte regeln den Abgleich der Server untereinander.
Was Refresh und Retry bewirken
Sie bestimmen das Tempo der Verteilung. Ein kurzer Refresh lässt Änderungen schnell auf die übrigen Server wandern und kostet Anfragen; üblich ist eine Stunde, in Aufbauten mit Benachrichtigung auch deutlich mehr.
Retry greift erst, wenn eine Nachfrage scheitert, und liegt deshalb unter dem Refresh. Er entscheidet, wie schnell ein Server nach einer Störung wieder auf dem Stand ist.
Warum Expire der wichtigste der SOA-Werte ist
Weil sie den Notfall regelt. Sie sagt, wie lange ein übernehmender Server ohne Kontakt zum pflegenden weiter antworten darf; danach schweigt er, und die Domain ist weg.
Üblich sind ein bis vier Wochen. Wer sie zu kurz setzt, verliert die Domain nach einem längeren Ausfall des pflegenden Servers, siehe Sekundärer Nameserver.
Was der vierte Wert nach außen bewirkt
Er bestimmt, wie lange die Auskunft gilt, dass es einen Namen nicht gibt. Diese Angabe hieß früher Minimum und hat ihre Bedeutung gewechselt; heute steuert sie allein das Zwischenspeichern negativer Antworten.
Ein hoher Wert erklärt eine verbreitete Beobachtung: Ein frisch angelegter Eintrag ist mancherorts später sichtbar als ein geänderter, siehe Negative Caching.