Ein sekundärer Nameserver ist ein Nameserver, der seine Zone von einem anderen übernimmt und dieselbe Auskunft gibt. Gepflegt werden die Einträge an einer Stelle, ausgeliefert von mehreren.
- Sekundärer Nameserver
Ein Nameserver, der seine Zone von einem anderen übernimmt und dieselbe Auskunft gibt.
Beispiel: „Der sekundäre Nameserver stand bei einem anderen Anbieter, damit ein Ausfall nicht beide trifft.“Früher hießen die beiden Rollen Master und Slave, heute Primary und Secondary. Nach außen sind beide gleichwertig: Ein Fragender erfährt nicht, welcher der beiden die Einträge pflegt.
Abgrenzung zum Authoritative DNS-Server: Das ist die Rolle, die beide einnehmen. Primär und sekundär beschreibt allein, woher die Daten kommen.
Wie der Abgleich mit dem primären Server läuft
Über die Seriennummer. Der sekundäre Server fragt in festen Abständen nach, vergleicht die Nummer mit seiner eigenen und holt die Zone neu, sobald sie gestiegen ist; moderne Aufbauten schicken zusätzlich eine Benachrichtigung.
Die Abstände stehen in den Werten der Zone, siehe SOA-Werte.
Warum es einen sekundären Nameserver braucht
Wegen der Erreichbarkeit. Fällt der einzige zuständige Server aus, ist die Domain nach Ablauf der gespeicherten Antworten verschwunden, und zwar samt E-Mail.
Deshalb verlangen viele Registrierungsstellen mindestens zwei Nameserver, und gute Aufbauten stellen sie in verschiedene Netze, siehe High Availability.
Was passiert, wenn der Abgleich ausfällt
Der sekundäre Server liefert weiter, bis die Zone verfällt. Wie lange das dauert, steht ebenfalls in den Werten der Zone; danach beantwortet er nichts mehr und verweist auf einen Fehler.
Dieser Wert ist deshalb eine Versicherung: Er bestimmt, wie lange eine Domain einen Ausfall des pflegenden Servers übersteht, ohne dass jemand eingreift.