Negative Caching ist das Zwischenspeichern der Auskunft, dass ein Name nicht existiert. Auch diese Antwort gilt für eine festgelegte Dauer und wird nicht bei jeder Frage neu geholt.
- Negative Caching
Das Zwischenspeichern der Auskunft, dass ein Name nicht existiert.
Beispiel: „Wegen Negative Caching war die neue Unterdomain an manchen Anschlüssen erst Stunden später erreichbar.“Wie lange die Auskunft gilt, steht im vierten Zeitwert des SOA-Eintrags der Zone. Übliche Werte reichen von 300 Sekunden bis zu einem Tag.
Abgrenzung zur TTL: Diese steht an einem vorhandenen Eintrag. Beim Negative Caching geht es um die Antwort auf etwas, das es nicht gibt.
Warum Negative Caching nötig ist
Wegen der Last. Ein erheblicher Teil aller Anfragen im Netz geht auf Namen, die es nicht gibt: Tippfehler, alte Verweise, Suchprogramme, fehlerhafte Software. Ohne Zwischenspeicher liefe jede davon bis zum zuständigen Server durch.
Mit Zwischenspeicher beantwortet der Resolver sie aus dem Gedächtnis, und die zuständigen Server bleiben frei für die Fragen, die zählen.
Was Negative Caching im Alltag bedeutet
Eine unerwartete Reihenfolge. Wer eine Adresse aufruft, bevor der Eintrag angelegt ist, speichert damit die Nichtexistenz; der kurz darauf angelegte Eintrag greift für diesen Anschluss erst, wenn diese Frist abgelaufen ist.
Deshalb die Regel: Erst den Eintrag anlegen, dann aufrufen. Wer es umgekehrt macht, wartet, siehe DNS Propagation.
Wie man die Frist kurz hält
Über den vierten Zeitwert der Zone. Fünf bis fünfzehn Minuten sind ein vernünftiger Wert für Zonen, in denen regelmäßig Einträge dazukommen; ein Tag gehört in Zonen, die sich nie ändern.
Geändert wird er wie jeder andere Wert im SOA-Eintrag, und er wirkt erst, wenn die alte Angabe bei den Resolvern abgelaufen ist, siehe SOA-Werte.