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Sidebar

oder auch Seitenleiste

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 16.10.2026

Eine Sidebar ist eine schmale Spalte neben dem Hauptinhalt, die ergänzende Inhalte oder Navigation trägt. Sie steht links oder rechts der Textspalte und läuft über deren ganze Höhe oder über einen Teil davon.

Sidebar

Schmale Spalte neben dem Hauptinhalt, die ergänzende Inhalte oder Navigation trägt.
Beispiel: „In der Sidebar der Journal-Beiträge stehen das Inhaltsverzeichnis und drei verwandte Beiträge.“

Auch: Seitenleiste. Steht dort ausschließlich eine Navigation, heißt sie oft Sekundär-Navigation oder Subnavigation.

Abgrenzung zur Sektion: Die Sektion liegt im Fluss des Inhalts untereinander. Die Sidebar liegt daneben und bleibt dabei vom Hauptinhalt getrennt.

Was in die Sidebar gehört

Alles, was den Lesefluss unterbrechen würde und trotzdem griffbereit sein soll: ein Inhaltsverzeichnis für lange Texte, die Navigation innerhalb eines Bereichs, Verweise auf verwandte Beiträge, ein Kontaktkasten. Drei bis vier Bausteine sind das Maximum.

Was dagegen zum Verständnis gebraucht wird, gehört in die Hauptspalte. Auf dem Smartphone rutscht die Sidebar unter den Inhalt, und alles darin wird erst nach dem ganzen Text gelesen oder gar nicht.

Was auf schmalen Bildschirmen passiert

Die zweispaltige Aufteilung löst sich unterhalb von rund 900 Pixeln auf. Damit entscheidet die Reihenfolge im Markup darüber, was wo landet: Steht die Sidebar im Quelltext vor dem Inhalt, steht sie auf dem Smartphone darüber.

Deshalb gehört sie im Markup hinter den Hauptinhalt und wird per CSS daneben gestellt. Das ist zugleich die Reihenfolge, in der Vorlesewerkzeuge und Suchmaschinen die Seite abarbeiten.

.inhalt {
  display: grid;
  grid-template-columns: 1fr;
}

@media (min-width: 900px) {
  .inhalt { grid-template-columns: minmax(0, 2fr) minmax(220px, 1fr); }
}

Wann sie entbehrlich ist

Bei Leistungs- und Verkaufsseiten, die auf eine Handlung zulaufen. Jeder Baustein daneben ist dort ein Abzweig. Auch bei kurzen Texten lohnt sie nicht, weil die Spalte dann höher ist als der Inhalt und das Layout aus dem Gleichgewicht bringt.

Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten hat sich die Sidebar vor allem im redaktionellen Bereich gehalten: im Journal, im Glossar und in Dokumentationen. Dort trägt sie die Orientierung innerhalb eines langen Bestands.

Siehe auch:

Container (Layout)

Begrenzender Rahmen, der die Breite des Inhalts festlegt und ihn im Fenster zentriert.

#Website-Struktur

Sekundär-Navigation

Zusätzliche Navigation innerhalb eines Bereichs, die neben oder unter dem Hauptmenü steht.

#Website-Struktur

Sektion (Content-Bereich)

Abgegrenzter Abschnitt im Inhaltsbereich einer Seite, der ein Thema zusammenhält.

#Website-Struktur

Responsive Design

Gestaltungsansatz, bei dem sich ein einziges Layout fließend an die Breite des Anzeigefensters anpasst.

#Responsive Design #Webdesign-Grundlagen

Unterseite

Einzelne Seite innerhalb einer Website, erreichbar unter einem eigenen Pfad hinter der Domain.

#Website-Struktur