Ein Widget ist ein kleines, abgegrenztes Element mit eigener Funktion innerhalb einer Oberfläche. Das englische Kunstwort entstand aus window und gadget und bezeichnete zunächst Bedienelemente grafischer Oberflächen.
- Widget
Ein kleines, abgegrenztes Element mit eigener Funktion in einer Oberfläche.
Beispiel: „Im Seitenbereich liegt ein Widget mit den letzten Beiträgen.“Drei Bedeutungen im Web: ein Baustein im Seitenbereich einer Website, ein Kasten im Backend eines Systems, oder ein eingebundenes Element eines fremden Dienstes.
Abgrenzung zum Modul: Auch der Begriff ist mehrdeutig; ein Widget ist stets klein und hat genau eine Aufgabe.
Das Widget als Baustein der Website
In dieser Lesart ist es ein Element, das die Redaktion in einen vorgesehenen Bereich zieht: Suchfeld, Beitragsliste, Schlagwortwolke, Kontaktkasten. WordPress hat den Begriff in dieser Bedeutung geprägt.
Der Nutzen hängt daran, wie viele Bereiche es gibt und wie frei sie befüllbar sind. Zu viel Freiheit führt dazu, dass jede Seite einen anderen Seitenbereich hat; zu wenig dazu, dass der Bereich auf allen Seiten dasselbe zeigt und niemand ihn liest.
Das Widget im Backend
Hier ist es ein Kasten auf der Einstiegsseite: Zustand des Systems, letzte Änderungen, wartende Freigaben. Gute Systeme lassen diese Kästen je Benutzerrolle zusammenstellen.
Das wird unterschätzt, weil es nach Dekoration aussieht. Tatsächlich entscheidet die Einstiegsseite darüber, ob jemand merkt, dass ein Beitrag auf Freigabe wartet oder ein Update ansteht.
Was eingebundene Fremd-Widgets kosten
Ladezeit und Datenabfluss. Ein Bewertungskasten, eine Kartenansicht oder ein Chatfenster lädt Code von einem fremden Server, der eigene Skripte und oft Verfolgungsmechanismen mitbringt.
Darum gehört jedes eingebundene Fremdelement geprüft: Was lädt es nach, wie wirkt es auf die Core Web Vitals, und braucht es eine Zustimmung, bevor es geladen wird. Eine verzögerte Einbindung nach Zustimmung löst beide Fragen zugleich.