Sandboxing ist das Ausführen von Code in einer abgeschotteten Umgebung ohne Zugriff auf den Rest. Geht in der Umgebung etwas schief, bleibt der Schaden dort.
- Sandboxing
Das Ausführen von Code in einer abgeschotteten Umgebung ohne Zugriff auf den Rest.
Beispiel: „Der Anhang wurde im Sandboxing geöffnet, bevor jemand ihn zu sehen bekam.“Auch: Die Umgebung selbst heißt Sandbox, auf Deutsch Sandkasten. Der Begriff beschreibt den Ort, an dem Kinder etwas bauen dürfen, ohne dass es jemanden stört.
Abgrenzung zur virtuellen Maschine: Die virtuelle Maschine ist eine Bauweise, das Sandboxing ein Zweck. Erreichen lässt er sich auch mit Containern oder mit Bordmitteln des Betriebssystems.
Wo Sandboxing im Alltag steckt
In jedem Browser und in jedem Telefon. Jeder Tab läuft in einem eigenen, stark eingeschränkten Prozess, der weder auf die Dateien des Nutzers noch auf andere Tabs zugreifen kann; eine App auf dem Telefon sieht nur ihr eigenes Verzeichnis und muss für alles andere fragen. Diese beiden Entscheidungen haben mehr für die Sicherheit getan als die meisten Schutzprogramme.
Wozu Sandboxing in der Sicherheitsarbeit dient
Zum Beobachten von verdächtigem Code. Eine Datei, die nach Malware aussieht, wird in einer abgetrennten Umgebung gestartet, und es wird aufgezeichnet, was sie tut: welche Dateien sie anfasst, welche Verbindungen sie aufbaut, was sie nachlädt. Viele Mailsysteme machen das mit Anhängen automatisch, bevor sie zugestellt werden.
Wo die Grenzen liegen
Bei Schädlingen, die wissen, dass sie beobachtet werden. Moderne Schadsoftware prüft auf Anzeichen einer künstlichen Umgebung und verhält sich dann harmlos; andere warten einfach eine Stunde, länger als jede automatische Prüfung dauert. Dazu kommt der Ausbruch: Lücken, mit denen sich die Abschottung durchbrechen lässt, sind die teuersten auf dem Markt, gerade weil sie so selten sind.