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Sandboxing

oder auch Sandbox

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Sandboxing ist das Ausführen von Code in einer abgeschotteten Umgebung ohne Zugriff auf den Rest. Geht in der Umgebung etwas schief, bleibt der Schaden dort.

Sandboxing

Das Ausführen von Code in einer abgeschotteten Umgebung ohne Zugriff auf den Rest.
Beispiel: „Der Anhang wurde im Sandboxing geöffnet, bevor jemand ihn zu sehen bekam.“

Auch: Die Umgebung selbst heißt Sandbox, auf Deutsch Sandkasten. Der Begriff beschreibt den Ort, an dem Kinder etwas bauen dürfen, ohne dass es jemanden stört.

Abgrenzung zur virtuellen Maschine: Die virtuelle Maschine ist eine Bauweise, das Sandboxing ein Zweck. Erreichen lässt er sich auch mit Containern oder mit Bordmitteln des Betriebssystems.

Wo Sandboxing im Alltag steckt

In jedem Browser und in jedem Telefon. Jeder Tab läuft in einem eigenen, stark eingeschränkten Prozess, der weder auf die Dateien des Nutzers noch auf andere Tabs zugreifen kann; eine App auf dem Telefon sieht nur ihr eigenes Verzeichnis und muss für alles andere fragen. Diese beiden Entscheidungen haben mehr für die Sicherheit getan als die meisten Schutzprogramme.

Wozu Sandboxing in der Sicherheitsarbeit dient

Zum Beobachten von verdächtigem Code. Eine Datei, die nach Malware aussieht, wird in einer abgetrennten Umgebung gestartet, und es wird aufgezeichnet, was sie tut: welche Dateien sie anfasst, welche Verbindungen sie aufbaut, was sie nachlädt. Viele Mailsysteme machen das mit Anhängen automatisch, bevor sie zugestellt werden.

Wo die Grenzen liegen

Bei Schädlingen, die wissen, dass sie beobachtet werden. Moderne Schadsoftware prüft auf Anzeichen einer künstlichen Umgebung und verhält sich dann harmlos; andere warten einfach eine Stunde, länger als jede automatische Prüfung dauert. Dazu kommt der Ausbruch: Lücken, mit denen sich die Abschottung durchbrechen lässt, sind die teuersten auf dem Markt, gerade weil sie so selten sind.

Siehe auch:

Malware

Der Oberbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder es fremd steuert.

#Web-Security

Rootkit

Schadsoftware, die sich und andere Schadsoftware vor dem System verbirgt.

#Web-Security

Least Privilege

Der Grundsatz, dass jeder Zugang nur die Rechte bekommt, die er für seine Aufgabe braucht.

#Web-Security

Exploit

Der Code oder Ablauf, mit dem sich eine Sicherheitslücke ausnutzen lässt.

#Web-Security

Security by Design

Der Grundsatz, Sicherheit beim Entwurf zu berücksichtigen und nicht nachträglich anzubauen.

#Web-Security

Plugin

Ein Zusatzpaket, das sich in ein System einklinkt und dessen Verhalten erweitert.

#Content-Management-Systeme (CMS)